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3 Juni 2013

Demonstration 3. Juni: „Kruse ablösen -Sofort!“

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Nach einem Koopgespräch mit Anmeldebeörde und Polizei heute morgen folgen weitere Details zur heutigen Demo die sich ab 18:45 sammelt und gegen 19 Uhr zum Polizeigebäude loszieht.

Route: Jakobikirchhof – Nabel – Prinzenstraße – Goethe-Allee – Zwischenkundgebung (ZK) – Berliner Straße – Grohner Landstraße – Königsallee – Schlusskundgebung (SK) gegenüber Polizeidirektion.

Demo_3_juni_2013

Demo (19 Uhr)

Im Anschluss an die Mahnwache und im Zusammenhang mit dem offenen Brief [1] an den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, in dem die neuerliche „Kruse-Statistik“ kritisiert und die Ablösung des Göttinger Polizeipräsidenten Robert Kruse gefordert wird, hat die Anti-Atom-Intiative Göttingen (AAI-Goe) eine Demonstration angemeldet, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Die vorläufige Route (ein Kooperationsgespräch findet am Montag Vormittag statt) verläuft vom Jakobikirchhof über den Nabel, Prinzenstraße, Goethe-Allee, Berliner-Straße zur Polizeidirektion Göttingen in der Groner Landstraße.

Alle durch Kruse betroffenen Gruppierungen und Einzelpersonen sind daher herzlich aufgerufen, sich der Demo, die gegen 19 Uhr vom Jakobikirchhof loszieht, anzuschließen. Die Demonstration darf gerne kreativen Charakter haben, sprach und spricht doch Robert Kruse immer wieder vom „zunehmenden Linksextremismus“ in Göttingen und der Region. Daher sind alle „Betroffenen“ zur Teilnahme an diesem „Freigang“ aller „Kriminellen“ bis vor den Amtssitz des Göttinger Behördenleiters aufgerufen.

Die AAI-Goe schreibt über Kruse in ihrem offenen Brief [1]:
„Die Probleme mit dem Polizeipräsidenten Kruse gibt es leider schon seit Jahren. Auch bürgerliche Presse und kommunale Gremien haben in der Vergangenheit heftige Kritik am Vorgehen der Verantwortlichen der Göttinger Polizei geäußert. Die Leitung der Göttinger Polizei scheint für sich ein politisches Mandat einzunehmen, welches aus gutem Grund durch die Verfassung ausgeschlossen wird. Die Zeiten, in denen eine politische Polizei ihr Unwesen trieb, sollten eigentlich lange hinter uns liegen, das lehrt uns unsere gemeinsame Geschichte.
In unserer Gesellschaft wird es immer Konflikte geben, welche auf politischer Ebene gelöst werden müssen. Das kann und darf nicht die Aufgabe einer Polizeiführung sein. Diese Grenze wurde und wird von Herrn Kruse ständig durchbrochen. Wir fordern daher die sofortige Ablösung des Göttinger Polizeipräsidenten.“

Eine Unterstützung des offenen Briefes und dieses Anliegens ist ausdrücklich erwünscht. Für Einzelpersonen geht dies direkt online hier [1]. Gruppen und NGOs werden gebeten, ihre Unterstützung der SOFORTIGEN Ablösung Kruses durch eine kurze Mittteilung an <brief@anti-atom-initiative-goettingen.de> schriftlich zu erklären.

Geeignete Materialien, um andere auf diese Demo aufmerksam zu machen, finden sich hier zur freien Verfügung:

– den offenen Brief unterstützen [1]
– Banner in eigene Webseite einbauen [2]
– Link zu animiertem GIF (das der AAI anonym zugespielt wurde und dessen Verbreitung ausdrücklich erwünscht ist) [3]
– Hinweis auf Facebook-Veranstaltung [4]
– Plakatentwurf zum ausdrucken und aufhängen (z.B. ins Fenster oder in der WG) [5]

Die Anti-Atom-Intiative Göttingen weiß, dass sich am 28. Mai 2013 ein 21-jähriger Mann, der aus dem Tschad stammte, in der Abschiebehaft in Eisenhüttenstadt einen Tag vor seiner Abschiebung selbst tötete. Der AK-Asyl und weitere Gruppen mobilisieren daher für den 3. Juni, also zeitgleich zur Mahnwache und Demo in Göttingen, zu einer ‚Refugee Protest Demo‘ in Eisenhüttenstadt [6]. Wir bitten daher ausdrücklich alle, die vorhatten an dieser Demonstration in Eisenhüttenstadt teilzunehmen, auch dort hinzufahren und den Protest der Flüchtlinge und gegen den alltäglichen Rassismus zu unterstützen.
Denjenigen Menschen jedoch, die in Göttingen bleiben und die sich für die Menschenrechte aller (ob Asylsuchend oder gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Geschlechts) einsetzen, möchte die Anti-Atom-Intiative anbieten, einen Redebeitrag bei der Abschlusskundgebung am Polizeigebäude (in Hörweite Kruses) zu halten. Auch der von Kruse gelenkte Polizeiapparat in Göttingen ist bekanntlich tief in skandalöse Abschiebungen, die im Suizid endeten, involviert. Wir trauern um die Menschen und teilen die Wut, die bleibt. Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall.

Den Göttinger Polizeipräsidenten Kruse endlich in die Wüste schicken !!!

Anti-Atom-Initiative Göttingen

—–
[1] http://anti-atom-initiative-goettingen.de/?p=1602
[2] http://anti-atom-initiative-goettingen.de/?page_id=1624
[3] http://anti-atom-initiative-goettingen.de/wp-content/uploads/Krusel_Karussell_190.gif
[4] https://www.facebook.com/events/557758657608754/
[5] http://bit.ly/12UaW1O (Plakat wird noch überarbeitet, Link bleibt bestehen)
[6] http://fels.nadir.org/de/termine/2013/05/refugee-protest-demo

„Anwälte und Anwältinnen geben für uns folgende Erklärung ab. Wir haben uns über die Bestimmungen des Versammlungsrecht eingehend informiert. Wir wiederum haben ihnen erklärt, dass wir unserseits die Bestimmungen des Versammlungsrechts zukünftig berücksichtigen werden.“

2 Juni 2013

Fukushima-Mahnwache am Montag 3. Juni

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Am kommenden Montag, den 3. Juni 2013, findet wie jeden ersten Montag im Monat die Fukushima-Mahnwache der Anti-Atom-Initiative Göttingen mit Schweigeminute am Jakobikirchhof um 18 Uhr statt. Als Redebeiträge sind dort u.a. geplant:

– Aktuelles aus Japan
– Brennendes Schiff mit Atomladung und MOX-Transport in Hamburg
– Zum vergangenen Prozeß gegen Cécile Lecomte aka „Das Eichhörnchen“ in Hameln
– Neues zum Fracking
– Offener Brief [1] an Innenminister Pistorius zu „Kruses Kriminalstatistik“

flyer_mai_juni_13Im Juli findet aufgrund der Sommerpause keine Mahnwache statt. Die nächste Fukushima-Mahnwache ist dann wieder am 5. August – je nach dem ob die Pflasterarbeiten am Gänseliesel abgeschlossen sind, entweder dort oder am Jakobikirchhof. Auf Flyer und Ankündigung dazu bitten wir zu achten.

30 Mai 2013

Offenen Brief an den niedersächsischen Innenminister Herrn Boris Pistorius unterstützen:

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Um unseren Offenen Brief an den niedersächsischen Innenminister Pistorius zu unterstützen, schreiben sie uns als NRO eine Nachricht an brief|ät|anti-atom-initiative-goettingen.de . Einzelpersonen tragen sie sich hier ein:

[emailpetition id=“1″ width=“100%“]

29 Mai 2013

Offener Brief an den niedersächsischen Innenminister Herrn Boris Pistorius

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Sehr geehrter Herr Pistorius,

als Initiative von Bürger/innen gegen die Nutzung der Atomkraft setzten wir uns seit Jahren für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen ein. Unser Protest wird von Menschen unterschiedlichster Sozialisation und Alters getragen. Wir betrachten uns als Teil der überregionalen und internationalen Anti-Atom-Bewegung, setzten unsere Themenbereiche allerdings lokal an. Daher protestieren wir aktiv gegen das benachbarte Atomkraftwerk Grohnde und insbesondere gegen den Einsatz von plutoniumhaltigen Mox-Brennelementen.

In diesem Zusammenhang haben wir mit großer Überraschung die Presseinformation der Göttinger Polizei „Anstieg von rechter und linker Gewalt/ Polizeidirektion Göttingen veröffentlicht Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität“ gelesen, in der Polizeipräsident Robert Kruse über vermeintliche linke Kriminalität berichtet:

„Ein Schwerpunkt linker Straftaten habe sich nach Angaben des Polizeipräsidenten im Zustän-digkeitsbereich der Inspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden herausgebildet. Das sei laut Kruse den inzwischen zahlreichen, leider nicht immer friedlich verlaufenden versammlungsrechtlichen Aktionen in Emmerthal am Kraftwerk Grohnde, insbesondere im Rahmen der Transporte radio-aktiver Brennelemente, geschuldet.“
Dass friedlicher Widerstand gegen Mox-Brennelemente von Herrn Kruse als linke Kriminalität bezeichnet wird, ist unglaublich. Ganze Bundesländer unterstützten damals diesen Protest, und Bremen verweigerte sogar aus Sicherheitsgründen das Anlanden an den dortigen Häfen.

Als aktiv beteiligte Atomkraftgegner/-innen finden wir uns gleich in einem Topf mit den im glei-chen Satz genannten rechten Gewalttätern wieder:
„Dies beinhaltet auch in Zukunft das konsequente Vorgehen gegen alle politisch motivierten Straftäter unabhängig von ihrer jeweiligen weltanschaulichen Ausrichtungen.“
Eine unerträgliche Gleichsetzung, insbesondere kurz nach dem Beginn der NSU-Prozesse. Vermeintlich linke Gewalt steht also immer noch oben auf der Agenda des ehemaligen Verfassungsschützers Kruse.

Die Herbeiredung linker Gewaltbereitschaft gehört seit Jahren zur Leitlinie der Polizeidirektion Göttingen (im Zusammenspiel mit dem ehemaligen Niedersächsischen Polizeipräsidenten Hans Wargel). Hierdurch ergibt sich eine scheinbare Legitimation zu hartem Vorgehen gegen die linke „Szene“. Damit, dass in Göttingen ein linksextremistischer Schwerpunkt liege, wurde auch die Stationierung einer eigenen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit für Göttingen begründet. Diese BFE wurde 2012 regelmäßig gegen Studierendenproteste sowie auch gegen Anti-Atom-Proteste in Göttingen und vor dem AKW Grohnde (hier löste sie im Oktober 2012 eine spontane Sitzblockade gewaltsam auf) eingesetzt.

Für uns wäre es interessant zu wissen, welche Grohnde-Proteste nicht friedlich verlaufen sind oder wie Gewalt bzw. Kriminalität von der Göttinger Polizei definiert wird. Für Herrn Kruse stellen scheinbar schon Sitzblockaden Kriminalität dar. Dies ist ein Rückgriff in die 80er Jahre und wurde aktuell durch Gerichte mehr als einmal eindeutig geklärt. Selbst wenn Straßenblockaden als nicht mit dem Demonstrationsrecht vereinbar angesehen werden, so werden sie juristisch als Ordnungswidrigkeit, nicht aber als Straftat gewertet.

Aber wenn ein Gericht Angeklagte freispricht, dann sind diese im Sinne von Herrn Kruse noch lange nicht unschuldig:
„Für Kruse ist besonders erwähnenswert, dass von den insgesamt 96 linksmotivierten Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen allein 17 Delikte im Zusammenhang mit dem Polizei-einsatz bei der Veranstaltung des RCDS mit dem damaligen niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann im Januar 2012 in der Universität Göttingen stehen.“
Diese 17 Delikte werden also unter linker Kriminalität aufgeführt, obwohl einige Zeilen später zu lesen ist:
„Insgesamt hat der Einsatz 17 Strafverfahren gegen Demonstrationsteilnehmer nach sich gezo-gen, von denen fünf zu Verurteilungen führten.“
Entsprechend führten zwölf Verfahren nicht zu einer Verurteilung. Trotzdem tauchen die Freigesprochenen als „linke Kriminelle“ in der Statistik auf. Wenn auf den folgenden Satz die gleiche Logik angewendet wird:
„…Auch gegen Polizeibeamte dieses Einsatzes sind sieben Strafanzeigen wegen Körperverlet-zung im Amt erstattet worden. Alle diese Ermittlungsverfahren sind jedoch eingestellt worden…“, dann sollten in der Statistik mindestens sieben politische Gewalttäter auf Seiten der Polizei aufgeführt werden.

Ganz offensichtlich werden irrtümlich eingeleitete und später ohne Verurteilung eingestellte Strafverfahren in dieser Statistik berücksichtigt. Nur so ist auch zu erklären, warum der Protest am AKW Grohnde als vermeintlicher Schwerpunkt von Straftaten genannt wird. Vermutlich wissen nicht einmal alle betroffenen Atomkraftgegner/innen, dass vorübergehend gegen sie ermittelt wurde.
Hieraus zeigt sich, dass die Polizeistatistik „geschönt“ worden ist, um eine besorgniserregend hohe politische Kriminalität zu suggerieren und damit harte Polizeieinsätze à la Kruse zu rechtfertigen. Ein Beispiel hierfür ist der BFE-Einsatz bei der Schünemann-Veranstaltung.

Aussagekraft hat diese „krusische“ Statistik aber nur in Bezug auf die hohe Quote unbegründet eingeleiteter Strafverfahren bei vermeintlich linken Protestaktionen. Das zeigte sich deutlich beim kürzlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingestellten Verfahren gegen die Atomkraftgegnerin Cecile Lecomte.

Die Probleme mit dem Polizeipräsidenten Kruse gibt es leider schon seit Jahren. Auch bürgerliche Presse und kommunale Gremien haben in der Vergangenheit heftige Kritik am Vorgehen der Verantwortlichen der Göttinger Polizei geäußert.
Die Leitung der Göttinger Polizei scheint für sich ein politisches Mandat einzunehmen, welches aus gutem Grund durch die Verfassung ausgeschlossen wird. Die Zeiten, in denen eine politische Polizei ihr Unwesen trieb, sollten eigentlich lange hinter uns liegen, das lehrt uns unsere gemeinsame Geschichte.

In unserer Gesellschaft wird es immer Konflikte geben, welche auf politischer Ebene gelöst werden müssen. Das kann und darf nicht die Aufgabe einer Polizeiführung sein. Diese Grenze wurde und wird von Herrn Kruse ständig durchbrochen. Wir fordern daher die sofortige Ablösung des Göttinger Polizeipräsidenten.

Gerne stehen wir zur weiteren Diskussion zur Verfügung.

Mit atomfreien Grüßen

Ihre Anti-Atom-Initiative Göttingen

Um unseren Offenen Brief an den niedersächsischen Innenminister Pistorius zu unterstützen, schreiben sie uns als NRO eine Nachricht an brief|ät|anti-atom-initiative-goettingen.de . Einzelpersonen tragen sie sich hier ein:

[emailpetition id=“1″ width=“100%“]

13 Mai 2013

12. Mai: Erneute Blockade am AKW Grohnde

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Pressemeldung von Anti-Atom-Aktivist*innen

Eine Gruppe von Aktivisten machten sich auf den Weg, um erneut zu prüfen, wie die Sicherheitsmassnahmen am AKW Grohnde jetzt zum Ende der Revision 2013 sind.

Beim erste Vorbeifahren am späten Vormittag, das übliche Bild: Ein weit geöffnetes Eingangstor, aber mit zwei Sicherheitsleuten versehen.

Bei Ankunft der Gruppe am späten Nachmittag, ein verändertes Bild: das Tor war halb geschlossen und eine Einfahrtlücke mit Stoppern gekennzeichnet. Unmittelbar nach Ankunft der Aktivisten schloss sich das Tor und die Fahrzeuge stauten sich im Kraftwerksgelände.

Eine Blockade mit Transparenten wurde aufgebaut und in kürzester Zeit erschien die Polizei, ohne dass ein Kontakt mit den Sicherheitsleuten der eon stattgefunden hatte.

Ein Aktivist erläutert: „Der eigentliche Grund des Besuchs ist die Frage, ob das AKW wieder am Netz ist nach der Revision. Es macht uns skeptisch, dass der ursprünglich angepeilte Termin nicht eingehalten wurde.“

„Wir fragen uns, ob da bei der Revision nicht doch Probleme entdeckt wurden“, ergänzt ein weiterer Blockierer.

Die Polizei forderte die Demonstranten auf, da es keinen Versammlungsleiter gab, die Demonstration auf dem gegenüber dem Eingang befindlichen Feldweg fortzusetzen, sonst müssten die Personalien aufgenommen werden. Die Blockierer betonten, dass sie kooperativ sein und sich besprechen wollten. Daraufhin verwickelten die Polizisten einzelne Teilnehmer in Gespräche und gingen auf den Wunsch zur Kooperation und Beratungszeit nicht ein.

Als die Aktivisten ca. 10 Minuten später sich auf den Feldweg begaben, wollte die Polizei entgegen der vorherigen Aussage dennoch die Personalien erfassen, da ihnen die „Räumung des Eingangstores zu lange dauerte und sie für eine eventuell später folgenden Strafanzeige (der eon) die Personendaten schon mal haben wollten.

Die Aktion wurde durch die Polizei derart aufgebauscht und ein massiver Druck mit Strafandrohung aufgebaut, dass man den Verdacht nicht vermeiden kann, hier soll von etwas anderem abgelenkt werden.

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7 Mai 2013

Japanische Delegation bei der Anti-Atom Mahnwache in Göttingen

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Pressemeldung von Dirk Glowatz:

An der Mahnwache für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen am Montag, den 6. Mai nahmen rund 50 Menschen teil. Darunter war eine japanische Delegation, die sich derzeit in Göttingen über erneuerbare Energien und Alternativen zur Atomkraft informiert.

bauern_6_5_13Ein Landwirt aus Japan hielt eine kurze Ansprache. Er hatte in einer japanischen Zeitung von Ludwig Pape und dessen Treckerdemonstration zur Japanischen Botschaft gelesen und wollte diesen Kollegen gerne kennen lernen. Dazu bot die Mahnwache beste Gelegenheit.
Weitere Themen waren die Endlagersuche sowie die Proteste gegen das AKW Grohnde und dessen Betreiber Eon.

Im Anschluss zogen die japanische Gäste mit hiesigen Atomkraftgegner-/innen zum Hiroshimaplatz, um dort den Fukushimastein und das neue Hiroshimaschild zu besichtigen. Abschließend wurde den Opfern der Katastrophe gedacht.

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Anmerkung des Anmelders:

Was die Anmeldebehörde damit erreichen möchte in dem sie vier voneinander unabhängige Aktivitäten (Kundgebung NSU-Prozeßbeginn [1], Infostand Aktion Mensch, Infostand SGB II und Mahnwache/Infostand Anti-Atom) am Jakobikirchhof für zeitgleiche Aktivitäten anmelden lässt, kann nur vermutet werden. Letztlich führte es zu mehr Kommunikation und Solidarität unter den verschiedenen Gruppierungen! Auch wurde der Name des Anmelders der Fukushima Mahnwache vom „Fachbereich Ordnung“ nicht weitergeleitet, dies führte vor Ort zu einer Personalienfeststellung durch die Polizei.

[1] http://monstersofgoe.de/2013/05/06/180-gegen-rassismus-vs-und-nsu/

29 Apr. 2013

Erneuter Protest gegen das AKW Grohnde

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Pressemitteilung von Anti-Atom-Aktivist*innen

Am gestrigen Sonntag, 28. April 2013, protestierte eine Gruppe Atomkraftgegner*innen auf dem Gelände des AKW Grohne. „Wir hatten wieder freien Zugang. Niemand hinderte uns, eine Picknickwiese im Innern des AKW-Geländes aufzusuchen“, so einer der Aktivist*innen. „Die Betreiber haben offenbar keinerlei Sicherheitsinteresse“, ergänzt ein anderer Aktivist.

Symbolbild - Picknicking in the woods by Winslow Homer

Symbolbild – Picknicking in the woods by Winslow Homer

Die sechs Aktivist*innen aus Göttingen und Seeburg spazierten zu Fuß, ausgerüstet mit Transparenten, Wünschelrute und Picknickausrüstung durch das offen stehende Haupttor des AKW. Lediglich ein etwas erstaunter Wachmann kommentierte die Aktion: „Hier gehen Sie aber bitte nicht weiter“. Die Aktivist*innen richteten sich mit Kaffee und Kuchen gemütlich ein, und dekorierten das Umfeld mit Transparenten und Aufklebern. Ein Aktivist prüfte das Gelände mit Hilfe einer Wünschelrute ab. Der völlig überforderte Sicherheitsdienst rief die Polizei, die nach ca. 1 Stunde am Gelände eintraf. Nach Aufforderung, das Gelände unverzüglich zu verlassen, packten die Aktivist*innen zusammen und wollten das Gelände verlassen. Daran wurde sie aber dadurch gehindert, dass die Polizei die Personalien feststellen wollte, worauf zuvor nicht hingewiesen wurde.

Als die Gruppe das verweigerte, ordnete die Polizei die Schließung des Haupttores um die Gruppe am verlassen des Geländes zu hindern. Mit einer Sitzblockade protestierten die Aktivist*innen dagegen. Es kam zu Tumulten in dessen Folge eine Aktivistin an Händen und Füssen durch das Tor zu einem Polizeiwagen gezerrt wurde. Einer anderen wurde die Kleidung durch Polizeibeamte zerrissen. Die Beamten erzwangen damit die Personenfeststellung und entließen die Gruppe vor das Gelände, wo die Gruppe ihre Sitzblockade wieder aufnahm. Der Zugangsverkehr zum AKW wurde über das Schienentor umgeleitet. Nach weiteren 30 Minuten ging eine 3-er Gruppe zu diesem Tor und blockierte auch dieses. Als die Polizei das bemerkte fuhr sie mit Wagen dorthin. Die Gruppe beendete nach 30 Minuten auch diese Aktion.

29 Apr. 2013

Baumkletteraktion bei Tour d’Energie

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Eine umfangreiche Pressemeldung zu den Kletteraktionen am 28. April 2013, anlässlich der durch E.on gesponserten Tour d’Energie, findet sich hier: [1].

[1] https://linksunten.indymedia.org/en/node/84700

23 Apr. 2013

Sicherheitslücke im AKW Grohnde

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Pressemitteilung von Annette Ramaswamy

In der vergangenen Nacht war das AKW Grohnde ohne jeden Sicherheitsdienst mit offenem Haupttor.

„Das geht überhaupt nicht“, sagt die Aktivistin, die sich ca. 1/2 Stunde vor Ort befand, und versuchte einen Wachhabenden zu sprechen.

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Um ca. 22:40 machte eine kleine Gruppe von Anti-Atom-Aktivisten einen Sicherheits-Check am AKW Grohnde. Sie hielten mit ihrem PKW direkt vor dem Haupttor stiegen aus und bewegten sich frei auf dem Gelände des AKW, das menschenleer war. Durch mehrmaliges Klingeln am Tor versuchten sie sich bemerkbar zu machen. Nach dem 3. Mal Klingeln ertönte ein müdes „Hallo“ – auf die Bitte den Sicherheitsdienst sprechen zu wollen, geschah nichts.

Nach 30 Minuten brachen die Aktivist*innen die Aktion ab.

22 Apr. 2013

Aktivist*innen zur Ankett-Aktion am AKW Grohnde

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Pressemitteilung der Anti-Atom-Aktivist*innen

Hameln. Am Sonntag, 21. April 2013 haben sich um fünf vor zwölf mehrere Anti-Atomaktivist*Innen vor dem Haupttor des Kernkraftwerkes Grohnde angekettet um auf die trotz beschlossenem Atomausstieg immer noch stattfindende Gefahr der Atomenergie aufmerksam zu machen.

Im Verlauf der Aktion ketteten sich insgesamt 6 Personen direkt im geöffneten Hauptzufahrtstor des Kraftwerkes mit Hilfe Fahrradschlössern an Atommüllfässer bzw. an aneinander fest.

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Eine weitere Delegation von Aktivist*innen hat das Gelände des Kraftwerkes betreten um an die Verantwortlichen des Kraftwerkes eine Denkschrift zu überreichen und ein Gespräch zu suchen.

Dieses Gespräch wurde nach einer voreiligen Zusage mit der für Großkonzerne üblichen Taktik, dass die entsprechenden Personen nicht zuständig seien, gar nicht da sind oder einfach keine Zeit haben, abgeschmettert. Zu einer Drohung, dass die Aktivist*innen strafrechtlich belangt würden, sollten sie die Aktion nicht sofort abbrechen, war die Kraftwerksleitung aber scheinbar in der Lage.

blockade_21_4_13_2Die Aktion ist – zusammen mit einer Demonstration am Atomkraftwerk Brokdorf, bei der etwa 1500 Menschen teilnahmen – der Auftakt der diesjährigen Proteste zum Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe gewesen.
Des weiteren ist Ziel der Aktion darauf aufmerksam zu machen, dass das AKW Grohnde sich derzeit im Revisionszustand befindet, wobei unter anderem abgebrannte Brennelemente aus dem Reaktor durch Mischoxidbrennelemente (MOX) ausgetauscht werden, die unter heftigem Protest im September und November letzten Jahres angeliefert worden sind. Von diesen MOX-Brennelementen geht eine deutlich höhere Gefahr eines Unfalls sowie eine stärkere Kontamination der Umgebung des Atomkraftwerkes aus, da sie hochgiftiges Plutonium enthalten.

„Ich habe mich hier angekettet, weil ich nicht weiter nur zusehen kann wie Staat und Konzerne diese extrem schädliche und gefährliche Technologie weiter betreiben.“ sagte eine*r der Aktivist*Innen. „Wir alle hier hoffen darauf das mehr Menschen unserem Beispiel folgen und weiterhin alles daran setzen den Atom- und Kohlestaat zu blockieren und abzuschaffen. Ein Anfang den jede*r schon heute machen kann, ist einfach den Stromanbieter von den Energieriesen weg zu wechseln. Denn der Atomausstieg kann nicht mit so einem Staat gelingen ohne das wir etwas tun. Atomausstieg ist und bleibt Handarbeit.“

Nach circa zwei Stunden wurde die Blockade von Polizei und Feuerwehr, welche freiwillig Amtshilfe leistete, geräumt. Im Verlauf der Räumung wurden einige der Aktivist*innen, welche sich nicht weiter „verfestigt“ hatten, unsanft und vor allem unnötig über den Asphaltboden gezogen.

Außerdem wurde eine*r der Aktivist*innen, welche*r sich festgekettet hat, bei dem Durchtrennen des Fahrradschlosses von einem Polizeibeamten so stark gegen das Schloss um den Hals gedrückt das diese*r gewürgt wurde und kaum noch Luft zum Atmen bekam. Die panischen Rufe und das Husten wurden von dem Beamten, den umstehenden Sanitätern, sowie von Polizei und Feuerwehr ignoriert.

Von diesen Umständen einmal abgesehen verlief die Blockadeaktion sehr friedlich und die Polizei verhielt sich den Aktivist*Innen gegenüber sehr kooperativ.

Die Personalien aller beteiligten Aktivist*Innen wurden von der Staatsmacht aufgenommen und es wurden Platzverweise für das Kernkraftwerksgelände erteilt.

Direkte Nachfragen seitens der Aktivisten über die Namen und Dienstnummern der beteiligten Polizeibeamt*Innen um Klagen und Beschwerden zu schreiben wurden ignoriert.

Weiterhin hat der Konzern laut Polizei E.On einen Strafantrag gegen die Aktivist*Innen wegen Nötigung gestellt.

Atomausstieg ist Handarbeit — E.Off!

Pressespiegel:
DEWEZET: Angekettet: Atomkraftgegner blockieren AKW Grohnde
Neues Deutschland: Friedlicher Protest und Parteienschelte
Weserbergland-Nachrichten: Demo vor dem E.on-Kraftwerk
Polizeibericht: Demonstration vor dem Kernkraftwerk in Grohnde