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6 Mrz 2021

10 Jahre Super-GAU in Fukushima

Posted by mirirai. No Comments

Am 11. März ist der 10 Jahrestag des 3-fachen Super-GAUs in Fukushima. Bis heute sind die strahlenden Reaktoren eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit; täglich tritt Radioaktivität aus. Trotzdem sollen dort Olympische Spiele stattfinden.
Die Japanische Regierung will eine unverantwortbare Verklappung von über 1 Million Tonnen an radioaktiv kontaminiertem Kühlwasser in den Pazifik durchführen.

Weltweit fordern die Anti-Atom-Initiativen sofortigen Atomausstieg.

Am 11. März 2011 havarierten die vier Atomkraftwerke in Fukushima-Daiichi, nachdem sie durch ein Erdbeben stark beschädigt wurden und die Stromversorgung zum Kühlsystem unterbrochen war. Daraufhin kam es zu Kernschmelzen in drei Reaktoren. Ein durch das Erdbeben ausgelöster Tsunami verschlimmerte die Situation zusätzlich.Tausende Menschen verloren ihr Leben. Die Welt war schockiert von den Bildern der Zerstörung und erzitterte bei dem Gedanken einer erneuten nuklearen Katastrophe.

Die Anti-Atom-Initiative-Göttingen rief spontan zu Mahnwachen am Gänselieselmarkt auf und versuchte auf diese Weise, die Menschen mit aktuellen Nachrichten zu versorgen. Hunderte Göttinger*innen folgten dem Aufruf zur Solidarität und Anteilnahme. Forderungen zum Ausstieg aus der Atomenergie wurden immer lauter. Die Anti-Atombewegung erlebte einen gewaltigen Zustrom.

Die japanische Regierung hielt Informationen zurück und zensierte die Medien. Die schlechte Versorgung mit genauen Informationen verunsicherte die Menschen. Die Anti-Atom-Initiative-Göttingen versuchte die Menschen in Göttingen dennoch über den aktuellen Stand zu informieren, indem sie direkte Kontakte nach Japan knüpfte.

Was der Initiative damals von Augenzeugen berichtet wurde, bestätigte alle Befürchtungen der Expert*innen. Die Atomkraftwerke waren außer Kontrolle geraten, und riesige Mengen Radioaktivität gelangten in die Atmosphäre. Diese Katastrophe dauert bis heute weiter an, ein Ende ist nicht absehbar. Die ökologischen, gesundheitlichen und psychosozialen Folgen sind immens. Ganze Landstriche sind verseucht und dauerhaft unbewohnbar. Hundertausende mußten ihre Heimat verlassen. Täglich fließt radioaktiv verseuchtes Wasser vom Gelände der havarierten Atomkraftwerke in den Pazifik, diese Kontamination des Ozeans ist beispiellos.

Zunächst wöchentlich folgten die Göttinger Bürger*innen dem Aufruf der Anti-Atom-Initiative-Göttingen und forderten die Regierung auf, sofort alle Atomanlagen stillzulegen. Diese Mahnwachen, Demonstrationen und Kundgebungen fanden in vielen Städten statt. Mit Erfolg: Die zuvor beschlossene Laufzeitverlängerung wurde zurückgenommen, der endgültige Atomausstieg in Deutschland beschlossen.

Radioaktivität ist so gefährlich, dass selbst kleinste Dosen zu schwersten Schäden führen. Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie genetische Veränderungen sind nur einige Folgen. Der Umstieg auf erneuerbare, ökologisch vertretbare Energiearten ist machbar. Darüber berichtet die Anti-Atom-Initiative-Göttingen regelmäßig in ihren – jetzt monatlich stattfindenden – Mahnwachen.

Die Anti-Atom-Initiative-Göttingen versteht sich als pazifistische, ökologische und antimilitaristische freie Gruppe und thematisiert daher auch Bereiche wie die Antikriegstage, den Atomwaffensperrvertrag oder die Weltklimatage.

6 Atomkraftwerke in Deutschland laufen zum Teil noch bis Ende 2022 – nach derzeitigem Stand; aber der Ausstieg aus dem Ausstieg ist keinesfalls ausgeschlossen. So bleibt das Risiko eines Super-GAUs auch in Deutschland erhalten und es sammelt sich nach wie vor täglich weiterer Atomüll an. Für dessen Endlagerung bis heute keine Lösung in Sicht ist. Nukleare Forschungsreaktoren, die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementfabrik im niedersächsischen Lingen sind ohnehin nicht im Ausstiegsplan enthalten!

Die Atomkonzerne haben seit ihrem Deal mit den Regierungsvertreter*innen, die unermesslichen Kosten für die Endlagerung auf die Steuerzahler*innen abgewälzt. Die Konzerne tragen keinerlei Verantwortung mehr für den täglich weiter anwachsenden Berg an Atommüll.

Die Anti-Atom-Initiative-Göttingen wird weiterhin regelmäßige Mahnwachen abhalten:
Jeden 1. Montag im Monat um 18 Uhr am Gänseliesel, um die Menschen in Göttingen zu den Gefahren durch die Atomindustrie zu informieren.

Dieses Jahr wird choronabedingt nur durch Tranparenten und Plakaten auf den Jahrestag hingewiesen.

Ansprechpartner für die AAI:
Annette Ramaswamy
T. 0151 1853 1213

Fotos: Christine Weinert, M. Ramaswamy
Plakat: M. Ramaswamy

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3 Dez 2020

Leider keine Indoor-Mahnwache

Posted by Dirk. No Comments

Liebe Mitstreiter*innen,
die Anti-Atom-Initiative Göttingen möchte sich herzlich bei Euch allen bedanken für Euer Interesse an unseren Mahnwachen und Aktionen,besonders in diesem Jahr! Das motiviert uns immer sehr und treibt uns an weiterzumachen.
Wie in den letzten Jahren haben wir uns auch dieses Jahr entschieden, im Dezember und Januar keine Veranstaltungen durchzuführen.
Und da unsere schöne Tradition, im Dezember und/oder Januar eine „Indoor-Mahnwache“ zu machen, dieses Jahr leider nicht weitergeführt werden kann, wollen wir Euch unser Dankeschön auf diesem Wege mitteilen und Euch sagen, dass wir nicht verschwunden sind, sondern nur
„pausieren“!
Wir freuen uns darauf, Euch im Februar wiederzusehen und wünschen Euch bis dahin eine gute Zeit, schöne Feiertage und vor allem Gesundheit!
Eure Anti-Atom-Initiative Göttingen

12 Nov 2020

Wenn Grün regiert….

Posted by Dirk. No Comments

Vielen Dank an attac und dies irae für diese treffende Plakataktion!

Wenn Grün regiert, dann liefen früher schon die Castoren durch das Land, AKW durften weiterlaufen und deutsche Kriegsflugzeuge wieder bomben. Und heute wird der Autobahnbau durch den Dannenröder Forst geprügelt. Wenn Macht korrumpiert, dann sind die Grünen gern dabei! (pg in der AAI)

4 Nov 2020

Castor-Alarm _ Mahnwache Bahnhof

Posted by Dirk. No Comments

Der Castor rollt auf Göttingen zu. Vor dem Bahnhof findet eine Mahnwache mit rund 30 Menschen, es können gerne noch mehr werden. Polizei ist reichlich da. (Stand 4.11 um 00:02h).

Sehr viel Polizei vor dem Bahnhof, um 0:42 passiert der Castor den Göttinger Bahnhof. Danke an alle Aktivist*innen für den kreativen Protest.

 

3 Nov 2020

Castortransport 2020 – Mahnwache

Posted by Dirk. No Comments

Aus Protest gegen den derzeitigen Castortransport finden derzeit Mahnwachen am Bahnhof Göttingen statt. Für die Fotos von der Mahnwache danken wir Herrn Wittemann herzlich.

Die Mahnwachen finden weiterhin nach dem Start der Castoren statt. Über den Stand des Transportes informiert der Castor-Ticker

25 Okt 2020

Danni bleibt! – Wald statt Autobahn

Posted by Dirk. No Comments

Heute fand um 12 Uhr eine Kundgebung am Bahnhof gegen die Rodung des Dannenröder Forstes statt. Es gab Musik und Infobeiträge. Einige Aktivist*innen wollten nach der Kundgebung mit der Bahn zum Danneröder Forst fahren.

25 Okt 2020

Mahnwachen gegen Castor

Posted by Dirk. No Comments

Liebe Mitstreiter*innen

Wie ihr vielleicht schon der Presse entnommen habt, will die Anti-Atom-Initiative mehrere Mahnwachen  am Bahnhofsvorplatz in Göttingen abhalten. Dazu möchten wir Euch herzlich einladen.

Unser Protest richtet sich gegen unsinnige Atommüllverschiebungen, solange es noch kein geeignetes Endlager gibt.

Der Castorzug von Sellafield über Göttingen nach Biblis enthält hoch-radioaktives Material und soll in Biblis lediglich zwischengelagert werden, was zusätzlich Transporte in Zukunft nötig macht.

Der Castorzug passiert nicht nur in Göttingen dichtbesiedelte Wohngebiete!

Daher werden wir am

Freitag, 30.10.

um  15 bis 17 Uhr

Samstag, 31.10

um 15 bis 17 Uhr

Sonntag, 1.11.

Ab 19 Uhr

am Bahnhofsvorplatz präsent sein.

 

Am Montag, 2.11. findet auch unsere reguläre Mahnwache am Gänseliesel um 18 Uhr statt.

 

Unterstützt unseren Protest!

KOMMT MASSENHAFT

Eure Anti-Atom-Initiative-Göttingen

3 Okt 2020

Würgassen, Castor und Gorleben – Mahwache am Montag

Posted by Dirk. No Comments

Über die folgende Themen wird auf der Mahnwache am Montag, den 5. Oktober um 18 Uhr am Gänseliesel informiert:

1. Logistikzentrum
2. Würgassen
3. Castor Transport
4. Göttingen ist aus der Endlagersuche nicht raus / Zwischenbericht
Teilgebiete
5. Gorleben ist raus, wie erwartet
6. Warnsystem Supergau
7. Hinkley Point


Zur Feier des Gorleben-Aus gibt es Salzstöckerl und Brause

.

4 Aug 2020

75 Jahre Tod und Leid in Hiroshima und Nagasaki

Posted by Dirk. No Comments


Jedes Jahr gedenkt die Anti-Atom-Initiative in diesen Augusttagen der
furchtbaren Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

Trotz der Kenntnis dieses Leides, dieser hunderttausend Toten und den
sterbenden Überlebenden (den Hibakushas) ist seitdem von den mächtigeren Staaten der Welt eine unglaubliche atomare Rüstung aufgefahren worden.

Wir gedenken – aber wir streiten auch für die Vernichtung aller
Atomwaffen und fordern die Zustimmung der deutschen Bundesregierung zum Atomwaffenverbotsantrag der Vereinten Nationen und dessen Ratifizierung.

Wir laden Sie und Euch ein, zu unserer Gedenkveranstaltung am 8. August
um 11:00 Uhr am Neuen Rathaus zu kommen.

Dort wird unsere Veranstaltung beginnen, einleitend – mit wenigen
Reden. Wir werden uns dann mit einem Transparent zum ‘Reinschlüpfen, wiemanche von Euch es schon kennen, in Richtung Altes Rathaus bewegen.

Unterwegs machen wir zweimal Station: an der Bonifatiusschule und am
Gingkobaum im Cheltenham-Park. Wir haben Lesungen und Musik vorbereitet.
Um 12:00 Uhr werden wir dann zu der Kundgebung hinzukommen, zu der das Friedensforum Göttingen eingeladen hat.

Wir freuen uns über rege Beteiligung.

Die Aktiven der Anti-Atom-Initiative

4 Jul 2020

Erneuter Störfall in russischer Atomanlage? Mahnwache am Montag

Posted by Dirk. No Comments

Hat sich in einer russischen Atomanlage erneut ein Unfall ereignet?
Darauf weisen Radioaktivitätsmessungen in Skandinavien hin.
 
Davon berichtet die Göttingen Anti-Atom-Initiative auf Ihrer monatlichen Mahnwache am Montag um 18 Uhr am Gänseliesel. Auch in Deutschland gibt es am AKW Lingen brüchige Heizrohre.

Weiter feiert die Initiative die Abschaltung des französischen Atomkraftwerks Fessenheim und bemängelt das  Kohle-Bestands-Gesetz und von der Standortauswahl für ein Atommüll-Endlager.