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7 Aug. 2013

Anti-Atom-Radfahrer startet von Göttingen zur Zugspitze

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Pressemeldung von Dirk Glowatz

Roland Kümel ist im letzten Jahr mit dem Fahrrad in List auf Sylt gestartet und beendete in Göttingen den ersten Teil seiner Protestfahrt gegen Atomkraft und Atomwaffen.

Daher startet Roland Kümel am Freitag, den 9. August den zweiten Teil seiner Tour in Göttingen vor der Jacobikirche.

Um 17 Uhr treffen sich dort Unterstützer/innen im Rahmen einer Kundgebung, um den Anti-Atom-Fahrer zu verabschieden. Auf seinem Weg zur Zugspitze wird er viele Menschen auf die atomaren Gefahren aufmerksam machen.

Hiroshimaplatz

Roland Kümel mit AAI-Goe am Hiroshimaplatz

Wir möchten Sie bitten, die Kundgebung anzukündigen. Weiterhin laden wir Sie herzlich ein, von der Aktion in Wort und Bild zu berichten.

Bei Fragen steht Ihnen Dirk Glowatz per Email (zepol|ät|gmx.de) oder unter 0176-64094808 zur Verfügung.

Für die Anti-Atom-Initiative Göttingen
Dirk Glowatz

3 Aug. 2013

5. August – Mahnwache nach der Sommerpause

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Themen der Mahnwache am kommenden Montag 5. August | 18 Uhr | Jakobikirchhof unter anderem:

 

  • Aktion zu 68. Jahrestag Atombombenabwurf auf Hiroshima (6.8.1945)
  • Schweigeminute
  • Redebeitrag Fukushima Aktuell
  • Redebeitrag Krebskrankenbett/Protestmarsch
  • Redebeitrag Tropenholzbänke in Göttingen
  • Rückblick Anti-Atom-Camp Münsterland

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25 Juli 2013

Aufruf: Den Protestmarsch jetzt noch ein Stück des Weges begleiten

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Die Ankündigung des Protestmarsch vom AKW Brokdorf nach Hamburg mit dem Krebskrankenbett ist wenige Tage her und die Tour ist schon seit 20. Juli auf dem Fußweg. Die ersten Etappen (siehe Bilder) führten über Wewelsfleth, Glückstadt, Elmshorn, Utersen bis am Mittwoch zur Kundgebung in Pinneberg mit anschliessendem Nachtquartier.

Das erste Begleitungsteam ist  berufsbedingt wieder zurück nach Göttingen gekehrt – und so dachten wir uns dass wir den Aufruf und damit die Einladung an euch übermitteln den Protestmarsch jetzt noch bis Samstag zu unterstützen. Eine Begleitung kann Stunden- oder auch Tageweise sein und eure Unterstützung sich an einem Streckenabschnitt Pinneberg -> Schenefeld(Donnerstag 25.7.), Schenefeld -> Hamburg-Altona (Freitag 26.7.) oder Hamburg–Altona -> Hamburg, Rathaus (Samstag 27.7.) zu beteiligen ist sehr erwünscht.

Wer also Interesse hat die Anti-Atom-Aktivist*innen und das Krankenbett ein Stück des Wegs zu begleiten, meldet sich bei Tobias Darge von .ausgestrahlt unter der Mobilrufnummer 0176 / 24 24 98 15.

Ein ausführlicher Streckenplan findet sich bei .ausgestrahlt

 

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19 Juli 2013

Protestmarsch vom AKW Brokdorf nach Hamburg

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Gemeinsame Pressemitteilung von .ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie, Brokdorf-akut und Anti-Atom-Initiative Pinneberg via Tobias Darge

Brokdorf, 17. Juli 2013

Protestmarsch vom AKW Brokdorf nach Hamburg
Atomkraftgegner fliehen mit Krankenbett vor Gefahr des AKW-Betriebs

Atomkraftgegner demonstrieren vom 20. bis 27. Juli auf einem acht Tage andauerenden Protest-Marsch gegen den Betrieb des AKW Brokdorf. Sie fordern die Abschaltung des gefährlichen Meilers, der schon im Alltagsbetrieb eine große Menge radioaktiver Edelgase ausstößt. Die Atomkrafgegner fliehen vor dieser Krebsgefahr zu Fuß mit einem Krankenbett von Brokdorf nach Hamburg. Unterwegs gibt es Kundgebungen und
Veranstaltungen in neun Orten.

Start ist am Samstag, 20. Juli, um 10 Uhr in Brokdorf am Nahkauf. Die Aktion endet am Samstag, 27. Juli, um 15 Uhr am Hamburger Rathausmarkt.

„Anlass für die Karawane ist die bevorstehende Revision des AKW Brokdorf am 10. August, bei der unter anderem die Brennelemente gewechselt werden. Bei diesem Brennelementwechsel wird der Reaktordruckbehälter geöffnet und es werden schlagartig besonders viel radioaktive Edelgase freigesetzt“, erklärt Andreas Klann von der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg. Die Atomkraftgegner wollen mit der Protest-Karwane auf die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren und die erhöhte Krebsrate im Umkreis von AKW aufmerksam zu machen.

Das ARD-Magazin Plusminus berichtet, dass beim Öffnen des Reaktordeckels für den Brennelementwechsel der Ausstoß der radioaktiven Edelgase innerhalb eines Tages 160-mal so hoch ist wie an normalen Tagen – was
einem Drittel des gesamten Jahresausstoßes entspricht. Nach einer Untersuchung des Bundesamt für Strahlenschutz ist die Krebsrate selbst noch in 50 Kilometer Entfernung vom Reaktor erhöht.

„Hamburg-Bahrenfeld ist keine 50 Kilometer Luftlinie vom AKW Brokdorf entfernt. Auch hier herrscht durch das AKW Brokdorf ein erhöhtes Krebsrisiko“, sagt Tobias Darge von der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt.

Karsten Hinrichsen von der örtlichen Anti-Atom-Initiative „Brokdorf-akut“ weist darauf hin, dass in der vier Kilometer östlich des AKW Brokdorf gelegenen Gemeinde Wewelsfleth in den Jahren 1998 bis 2008 auch bei Erwachsen eine signifikant erhöhte Krebsrate festgestellt wurde. „Die Ursache ist bis heute ungeklärt“, sagt Hinrichsen. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat das Bundesumweltministerium um Unterstützung bei der Aufklärung gebeten.

Die Karawane gegen das AKW Brokdorf wird organisiert von .ausgestrahlt, der Anti-Atom-Initiative Pinneberg, Brokdorf-akut und der Göttinger Anti-Atom-Initiative.

Weitere Informationen zur Protestkarawane mit Auflistung der Orte und Tage sowie Hintergrundinformationen:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/brokdorf/karawane

Rückfragen an:
* Tobias Darge von .ausgestrahlt, Telefon 0176 / 24 24 98 15 (begleitet den Protestmarsch)
* Karsten Hinrichsen von Brokdorf-akut, Telefon 04829 / 7080

Redaktioneller Hinweis:
Bitte kündigen Sie die Karawane an! Wir freuen uns, Sie unterwegs zur Berichterstattung zu begrüßen. Gerne können Sie die Karawane auch einige Stunden begleiten.

Liste aller Etappen:
* 1. Tag Sa, 20.7. Brokdorf, Nahkauf -> Wewelsfleth 7 km
* 2. Tag: So, 21.7. Wewelsfleth -> Glückstadt- 8,7 km
* 3. Tag: Mo, 22.7.Glückstadt -> Elmshorn 19,3 km
* 4. Tag: Di, 23.7. Elmshorn -> Utersen 9,5 km
* 5. Tag: Mi. 24.7.Uetersen -> Pinneberg 8,8 km
* 6. Tag: Do, 25.7. Pinneberg -> Schenefeld 8,8 km
* 7. Tag: Fr, 26.7.Schenefeld -> Hamburg-Altona 7,7 km
* 8. Tag: Sa 27.7. Hamburg–Altona -> Hamburg, Rathaus 4,5 km

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Grafik via .ausgestrahlt

 

19 Juli 2013

Brief an den niedersächsischen Umweltminister Wenzel – Antwort steht aus

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13 Juli 2013

Radeln gegen Atomkraft

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Am 7. September 2013 geht es mit dem Fahrrad zum AKW in Grohnde. Wir wollen  mit unserer Fahrradtour ein deutliches Zeichen gegen die Kernenergie setzen. Kernenergie die uns und unsere Nachkommen bedroht, unsere Natur zerstört und nur den Heißhunger der Betreiber und Aktionäre stillt.

plakat-radtour2013-A4-01Wir wollen möglichst viele Menschen zusammen bringen und mit einer bunt geschmückten lauten und kreativen Karawane nach Grohnde radeln. Ausgearbeitet ist eine Strecke von ca. 30 km ausgehend von Stadtoldendorf über die Ortschaften Escherhausen, Oelkassen, Kirchbrack, Westerbrack, Buchhagen, Bodenwerder an der Weser entlang zum AKW.

An verschiedenen Orten werden Kundgebungen stattfinden, Musikbeiträge zu hören und Straßentheater zu sehen sein. Dazu seid aber auch ihr gefragt: Wenn ihr Ideen habt und unterwegs musikalisch, aktivistisch oder mit Straßentheater teilhaben wollt, wendet euch an die Veranstalterin der Radtour unter post|ät|ramaswamy.de oder nutzt das Kontaktformular, sie heißt Annette und freut sich auf einen Kontakt mit euch. Auch Fragen zur Tour werden über die Adresse beantwortet.

Wir hoffen, dass sich ganz viele Gruppen und Einzelpersonen unserer Initiative anschließen.

Am AKW wird es Verpflegung durch die Volxküche geben, eine Kundgebung veranstaltet, Live-Musik gespielt und zum Übernachten gibt es ein Zeltlager.

Die Fahradtour ist Bestandteil einer Sternfahrt von verschieden Städten aus, weitere Information folgen.

Wir treffen uns um 6:45 Uhr am Bahnhof in Göttingen, um gemeinsam mit dem Regionalzug nach Stadtoldendorf zu fahren, von da an geht es mit dem Fahrrad weiter. Es wird gemütlich gefahren. Sportliche Gruppen können natürlich auch ihre eigene Tagestour von Göttingen aus planen. Vielleicht trifft man sich dann unterwegs.

Wie sich das gestalten kann wird sehr gut an folgendem Video von der Tour de Fessenheim 2013 veranschaulicht.

12 Juli 2013

Noch eine Woche bis zum Anti-Atom-Sommercamp im Münsterland

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Kletteraktivist*innen werben für Antiatomcamp Münsterland bei Mahnwache in Göttingen

Text: SofA Münster Bild: Anti-Atom-Initiative Göttingen

Liebe Freundinnen und Freunde,
in einer Woche, am 19.Juli startet das Anti-Atom-Sommercamp im Münsterland. In der mit Atomanlagen reichlich versorgten Region, wollen wir für einen vollständigen, sofortigen Atomausstieg streiten, diskutieren, campen, blockieren, feiern und vieles mehr. Das Programm füllt sich langsam, auch die Polizei wird schon langsam nervös und wir würden uns freuen, wenn ihr auch kommt!

Warum?
Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen produzieren mit unbefristeter Betriebsgenehmigung Brennstoff für AKW in aller Welt. Vom AKW in Lingen und dem Brennelementezwischenlager in Ahaus gehen täglich Gefahren aus – verbunden mit zahlreichen Atomtransporten. Lasst uns zeigen, dass die Anti-Atom-Bewegung sich nicht mit einem halbherzigen Atomaussteig abgibt!

Wann?
Von Freitag, 19.Juli bis Samstag, 27. Juli.

Wo?
Bei Landwirt Konert in Metelen, Naendorf 1 (zwischen Gronau und Münster)

Was?
– Workshops z.B. zur Uranreicherung, Atommülllagerung, dem Endlagerdiskurs, zu Atomwaffen und Gentechnik
– Trainings zu Sitzblockaden, Ankettaktionen und Umgang mit der Polizei
– Kulturprogramm: Kabarett, Filme, Konzert und Party
– Aktionstage mit kreativen und entschlossenen Aktionen gegen Atomanlagen und Atomtransporte
– Gemütliches zusammen sitzen und austauschen

Wer?
Willkommen sind alle, die gegen die weitere Nutzung von Atomkraft aktiv werden wollen. Unterstützt wird das Camp vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Anti-Atom-Plenum Göttingen, ContrAtom, SofA Münster, Robin Wood, der BI Ahaus, der BI Lüchow-Danneberg, dem anti-atom-büro Hamburg, AntiAtom Bonn, der Anti-Atom-Gruppe Osnabrück, Janun und Kiel gegen Atomkraft.

Neugierig?
Weitere Informationen gibt es unter antiatomcamp.nirgendwo.info. Nachfragen könnt ihr per Mail bei antiatomcamp|ät|nirgendwo.info

16 Juni 2013

AntiAtomPlenum zeigt den Film „Unser gemeinsamer Widerstand“.

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via AntiAtomPlenum Göttingen:

Am Dienstag, 18. Juni, zeigt das AntiAtomPlenum um 21 Uhr im Juzi den Film „Unser gemeinsamer Widerstand“.

Dieser neue Film über die Anti-AKW-Bewegung zeigt auf eindrucksvolle und besonders spannende Weise den jahrzehntelangen Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland. Zigtausend Akteure sind bei ihren Aktionen an Bauzäunen und Bahntrassen zu sehen – von den 70er Jahren bis heute. Bilder von Kundgebungen, Sabotageakten, Protesten sowie von jeder nur erdenklichen Form des Widerstandes und der politischen Auseinandersetzung der größten außerparlamentarischen Bewegung in der Bundesrepublik wechseln sich in rasanter Folge ab. In dem 75-minütigen Querschnitt des nichtkommerziellen Films erzählen die FilmemacherInnen als Aktivistinnen und Aktivisten über den Widerstand, in den sie auch direkt eingebunden waren und noch sind.

Wyhl 1973-1977, Gorleben von 1977 bis heute, die „Schlacht um Grohnde“ im März 1977, Brokdorf, Wackersdorf, bis hin zu Anti-Castor-Aktionen in Frankreich: Der Film zeigt verschiedene Widerstandsformen gleichwertig nebeneinander und favorisiert keine bestimmte Widerstandsform und propagiert auch keine Weisheiten oder Patentrezepte. Er zeigt allenfalls Aussagen von AktivistInnen.

Der Film ist darum bemüht, einen kleinen Beitrag zur Veränderung der herrschenden Unordnung zu leisten. „Allein schon die hohen Betonfüße von Strommasten, deren Bedeutung mit dem Widerstand die wenigsten kennen, zeigt, wie wichtig der Film ist, damit diese Infos nicht in der Geschichte vergraben werden.“

Mitglieder der produzierenden Videogruppe werden bei der Filmvorführung und der anschließenden Diskussion anwesend sein.

15 Juni 2013

Nach Offenem Brief nun Politischer Staatsschutz an den Fersen?!

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Pressemeldung der Anti-Atom-Initiative Göttingen

Nach Offenem Brief nun Politischer Staatsschutz an den Fersen?!
Politische Kriminalisierung geht in die nächste Runde

Gerade erst hatte der Göttinger Polizeipräsident Robert Kruse seine Jahresstatistik 2012 zu politisch motivierter Kriminalität vorgelegt und darin u.a. Anti-Atomkraft-Aktivist*innen als „politische Straftäter“ diskreditiert. Er nannte sie gar im gleichen Atemzug mit rechten Gewalttätern und sprach von Göttingen als „regionaler Brennpunkt linksmotivierter Straftaten in Niedersachsen„. In der Folge wehrte sich die Anti-Atom-Initiative Göttingen (AAI-Goe) gegen diese Kriminalisierung und forderte – neben einer Vielzahl anderer Gruppierungen – am 28. Mai in einem Offenen Brief an den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius die Amtsenthebung des ehemaligen Verfassungsschutzvizepräsidenten und jetzigen Polizeichefs Kruse. Mit einer Demonstration am 3. Juni vor das Göttinger Polizeipräsidium verlieh ein breites Bündnis dieser Forderung noch einmal Nachdruck.

Polizeipräsident Robert Kruse hat zwar zwischenzeitlich grobe Zahlenmanipulation als Fehler „auf der Sachbearbeiterebene“ eingeräumt, aus dem Innenministerium liegt jedoch trotz Ankündigung noch immer keine öffentliche Stellungnahme zu der Entlassungsaufforderung vor. Völlig uneinsichtig legt stattdessen Kruse nun offensichtlich nach und läßt am 10. Juni über 20 Vorladungen vom „politischen Staatsschutz“ Göttingen (Fachkommissariat 4) an zahlreiche Anti-Atom-Aktivist*innen zustellen. Hintergrund scheinen die zahlreichen Protestaktionen insbesondere im Zusammenhang mit dem Einsatz der hochgiftigen MOX-Brennelemente im Atomkraftwerk Grohnde während der Jahresrevision im Frühjahr 2013 zu sein, bei denen wiederholt auf eklatante Sicherheitsmängel an dem Kraftwerksgelände hingewiesen wurde. Es scheint damit wohl schon heute für die im nächsten Jahr 2014 zu vermeldende künftige „Jahresstatistik 2013 zur politisch motivierten Kriminalität“ ein erneuter vorgeblicher „Anstieg der politischen Straftaten von links“ somit produziert zu werden. Die sofortige Ablösung Robert Kruses ist und bleibt damit überfällig!

Bürgerfragestunde:
Zu den aktuellen Vorladungen vom 10. Juni durch das Fachkommissariat 4 der Göttinger Polizeidirektion gegenüber regionalen Anti-Atom-Aktivist*innen wurden auch in der aktuellen Bürgerfragestunde im Stadtrat einige Fragen gestellt. Ein neu nach Göttingen Zugezogener berichtete, dass er sich doch sehr wundert, im Rahmen von bürgerlichem Engagement gegen Atomkraft einem Rechts- oder Linksextremismus zugeordnet zu werden. Er stellte die Frage: „Werde ich jetzt durch meine Zugehörigkeit zu Bündnis 90/Grünen per se als politischer Straftäter eingestuft?“ Ein weiterer Bürger wies den Rat auf die über 20 Vorladungen durch den Politischen Staatsschutz hin und fragte, ob der Offene Brief der AAI-Goe den Ratsmitgliedern bekannt sei. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer antwortete, er habe schon davon gehört und bat um ein Exemplar. Im Anschluss wurde der Offene Brief der AAI-Goe erneut verteilt.

Hintergrund:
Weitere Informationen zu einigen der als „Straftaten“ bezeichneten Vorgänge finden sich als Pressemeldungen hier:

[1] 21. April: Aktivist*innen zur Ankett-Aktion am AKW Grohnde
[2] 22. April: Sicherheitslücke im AKW Grohnde
[3] 28. April: Erneuter Protest gegen das AKW Grohnde
[4] 12. Mai: Erneute Blockade am AKW Grohnde

15 Juni 2013

Vortrag bei OpenUni: Otto H. und das Giftgasregiment

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Veranstaltet von: AntiAtomPlenum Göttingen und Anti-Atom-Initiative Göttingen Mit: Martin
Wo: Verfügungsgebäude | Uni Göttingen | Raum 1.104 Wann: 16 Uhr

Die Tötungsmaschinerien des Ersten Weltkriegs überstiegen in ihrem Vernichtungspotential damals alles bisher Dagewesene. Sie sind aber mit dem heutigen Wissen um Holocaust und Zweiten Weltkrieg kaum noch im Bewusstsein.

Ein besonders gut verdrängtes Kapitel schrieb das Pionierregiment 35/36, in der zahlreiche namhafte Wissenschaftler mit Phosgen und Chlorgas experimentierten – in Labors und an der Front. Immer vorneweg und ohne Skrupel: Der Göttinger Ehrenbürger und Nobelpreisträger, langjähriger Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Namensgeber von Schulen, Kernspalter, Friedensapostel und Massenmörder Otto H…

Diese schwarze Kapitel ist Zwischenergebnis und Prolog einer noch nicht abgeschlossenen Untersuchung der Wege deutscher Atomwissenschaftler vom 1. Weltkrieg über die NS-Bombenforschung bis zur zweifelhaften „Göttinger Erklärung“. Weitere Veranstaltungen/ Publikationen sind in Planung.

Veranstaltungskalender OpenUni Samstag 22.6. – Sonntag 23.6. bei AStA