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22 Apr. 2013

Aktivist*innen zur Ankett-Aktion am AKW Grohnde

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Pressemitteilung der Anti-Atom-Aktivist*innen

Hameln. Am Sonntag, 21. April 2013 haben sich um fünf vor zwölf mehrere Anti-Atomaktivist*Innen vor dem Haupttor des Kernkraftwerkes Grohnde angekettet um auf die trotz beschlossenem Atomausstieg immer noch stattfindende Gefahr der Atomenergie aufmerksam zu machen.

Im Verlauf der Aktion ketteten sich insgesamt 6 Personen direkt im geöffneten Hauptzufahrtstor des Kraftwerkes mit Hilfe Fahrradschlössern an Atommüllfässer bzw. an aneinander fest.

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Eine weitere Delegation von Aktivist*innen hat das Gelände des Kraftwerkes betreten um an die Verantwortlichen des Kraftwerkes eine Denkschrift zu überreichen und ein Gespräch zu suchen.

Dieses Gespräch wurde nach einer voreiligen Zusage mit der für Großkonzerne üblichen Taktik, dass die entsprechenden Personen nicht zuständig seien, gar nicht da sind oder einfach keine Zeit haben, abgeschmettert. Zu einer Drohung, dass die Aktivist*innen strafrechtlich belangt würden, sollten sie die Aktion nicht sofort abbrechen, war die Kraftwerksleitung aber scheinbar in der Lage.

blockade_21_4_13_2Die Aktion ist – zusammen mit einer Demonstration am Atomkraftwerk Brokdorf, bei der etwa 1500 Menschen teilnahmen – der Auftakt der diesjährigen Proteste zum Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe gewesen.
Des weiteren ist Ziel der Aktion darauf aufmerksam zu machen, dass das AKW Grohnde sich derzeit im Revisionszustand befindet, wobei unter anderem abgebrannte Brennelemente aus dem Reaktor durch Mischoxidbrennelemente (MOX) ausgetauscht werden, die unter heftigem Protest im September und November letzten Jahres angeliefert worden sind. Von diesen MOX-Brennelementen geht eine deutlich höhere Gefahr eines Unfalls sowie eine stärkere Kontamination der Umgebung des Atomkraftwerkes aus, da sie hochgiftiges Plutonium enthalten.

„Ich habe mich hier angekettet, weil ich nicht weiter nur zusehen kann wie Staat und Konzerne diese extrem schädliche und gefährliche Technologie weiter betreiben.“ sagte eine*r der Aktivist*Innen. „Wir alle hier hoffen darauf das mehr Menschen unserem Beispiel folgen und weiterhin alles daran setzen den Atom- und Kohlestaat zu blockieren und abzuschaffen. Ein Anfang den jede*r schon heute machen kann, ist einfach den Stromanbieter von den Energieriesen weg zu wechseln. Denn der Atomausstieg kann nicht mit so einem Staat gelingen ohne das wir etwas tun. Atomausstieg ist und bleibt Handarbeit.“

Nach circa zwei Stunden wurde die Blockade von Polizei und Feuerwehr, welche freiwillig Amtshilfe leistete, geräumt. Im Verlauf der Räumung wurden einige der Aktivist*innen, welche sich nicht weiter „verfestigt“ hatten, unsanft und vor allem unnötig über den Asphaltboden gezogen.

Außerdem wurde eine*r der Aktivist*innen, welche*r sich festgekettet hat, bei dem Durchtrennen des Fahrradschlosses von einem Polizeibeamten so stark gegen das Schloss um den Hals gedrückt das diese*r gewürgt wurde und kaum noch Luft zum Atmen bekam. Die panischen Rufe und das Husten wurden von dem Beamten, den umstehenden Sanitätern, sowie von Polizei und Feuerwehr ignoriert.

Von diesen Umständen einmal abgesehen verlief die Blockadeaktion sehr friedlich und die Polizei verhielt sich den Aktivist*Innen gegenüber sehr kooperativ.

Die Personalien aller beteiligten Aktivist*Innen wurden von der Staatsmacht aufgenommen und es wurden Platzverweise für das Kernkraftwerksgelände erteilt.

Direkte Nachfragen seitens der Aktivisten über die Namen und Dienstnummern der beteiligten Polizeibeamt*Innen um Klagen und Beschwerden zu schreiben wurden ignoriert.

Weiterhin hat der Konzern laut Polizei E.On einen Strafantrag gegen die Aktivist*Innen wegen Nötigung gestellt.

Atomausstieg ist Handarbeit — E.Off!

Pressespiegel:
DEWEZET: Angekettet: Atomkraftgegner blockieren AKW Grohnde
Neues Deutschland: Friedlicher Protest und Parteienschelte
Weserbergland-Nachrichten: Demo vor dem E.on-Kraftwerk
Polizeibericht: Demonstration vor dem Kernkraftwerk in Grohnde

19 Apr. 2013

Von Göttingen zur Demo am AKW Brokdorf am Sonntag

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Am Sonntag, den 21. April 2013 findet am AKW Brokdorf eine Großdemo für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke statt.

Wir treffen und um spätestens 5.50 Uhr in der Bahnhofshalle Göttingen bei der Anti-Atom-Fahne, um gemeinsam mit Wochenendtickets nach Brokdorf zu fahren. Kosten liegen dann im Idealfall bei 9 Euro je Person. Von dort gibt es dann Shuttle zum AKW. Wir werden gegen 20.50 Uhr wieder zurück in Göttingen sein.

Eine Anmeldung zur Mitfahrt unter zepol|ät|gmx|punkt|de wäre toll, Zustieg in Nörten oder Northeim ist auch möglich.

Programm am AKW Brokdorf:
ab 11.30 Uhr Musik von Blaney & Heuer (Blues)
5 vor 12 Uhr Begrüßung
12 bis 14 Uhr Schlendern auf der Kultur- und Protestmeile
ab 14 Uhr Musik und ausgewählte Redebeiträge auf der Bühne

Redner*innen:

  • Karsten Hinrichsen (Brokdorf Akut)
  • Antonia Uthe (Schacht Konrad)
  • Heike Wiegel (Vorstand ASSE)
  • Hans-Jörg Lüth (BUND)

Musik:

  • Blaney & Heuer
  • Moritz Dortmund (HipHop/Percussion)
  • Harald Winter (Liedermacher)

Ausklang ca. 15:30 Uhr

Weiterführende Infos gibt es unter www.ausgestrahlt.de

18 Apr. 2013

Vortrag: Tschernobyl – 27 Jahre nach der Katastrophe

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„Anders als bei jeder anderen Katastrophe nehmen die Folgen der radioaktiven Verstrahlung mit dem Abstand vom Ereignis zu. Das ist wie eine auf dem Kopf stehende Pyramide. In Fukushima sind wir noch unten in der Spitze, Tschernobyl ist da schon ein Stück weiter.“ so aus einem Interview mit der Tagesschau und Dr. Dörte Siedentopf.

Sarkophag aus Stahl und Beton auf dem AKW Tschernobyl. Bild: cc-by-sa3.0 Piotr Andryszczak

„Sarkophag“ auf dem AKW Tschernobyl. Bild: cc-by-sa3.0 Piotr Andryszczak

Frau Dr. Dörte Siedentopf ist Ärztin und Gründungsmitglied der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Sie fährt seit vielen Jahren nach Weißrussland, um die gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe festzuhalten. Vor einigen Wochen besuchte sie auch Fukushima

In ihrem Vortag berichtet sie von Ihren langjährigen Erfahrungen über die gesundheitlichen Folgen, welche Opfer von Atomunfällen erdulden müssen. Anschließend steht Frau Siedentopf für die Diskussion bereit.

Wann: Donnerstag, 25. April 2013, 19 Uhr
Wo: Gemeindehaus Johanniskirchhof Göttingen

Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

17 Apr. 2013

Atomprotest anders: Mit Ponys auf dem Weg nach Grohnde. 3. Tag

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Bericht von Dirk Glowatz

Von Eschershausen ging es gut voran, auf einem alten Bahndamm war ein Radweg, den wir gut nutzen konnten. Es war nicht mehr ganz so warm und kühlender Wind kam auf, das machte es für die Ponys leichter.

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Bald erreichten wir die Ponys und das AKW war bereits in Sicht. Doch vor dem Erreichen des Ziels musste noch die Weser per Fähre überquert werden. Bis hierher wurde die Aktion von den Menschen, die ich traf, sehr positiv aufgenommen. Das ließ jetzt in der unmittelbaren Nähre spürbar nach.

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Wir umrundeten von Grohnde her das AKW, begleitet von einem Polizeiwagen.

Im AKW war unglaublicher Betrieb wegen der gerade stattfindenden Revision.

Zum Abschluss der Aktion fand eine kleine Mahnwache vor dem Kraftwerkseingang statt. Danach ging es nach Hause, diesmal allerdings im Pferdehänger.

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Wir bedanken uns bei allen, die diese Aktion unterstützt haben!

Video von der Ankunft in Grohnde: http://www.dewezet.de

Ankündigung
1. Tag
2. Tag

17 Apr. 2013

„Das Ding am Deich“ im Kino Lumière

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Am Mittwoch 17.4. um 20.00 Uhr zeigt das Kino Lumière in der Geismarlandstraße 19 in Kooperation mit der Anti-Atom-Initiative Göttingen den Film „Das Ding am Deich“. Karsten Hinrichsen, einer der Protagonisten des Films, ist zur Diskussion im Lumière. Der Eintritt beträgt 6 €, mit Sozialkarte 3 €.

„Das Ding am Deich“ ist eine beeindruckende, ergreifende und auch sehr informative 93-minütige Dokumentation über den Kampf gegen und das Leben mit einem AKW vor der Haustür. Die Filmemacherin Antje Hubert ist ein Jahr lang in die Erinnerungen der widerständigen Anwohnerinnen und Anwohner eingetaucht und hat die Interviews mit Archivmaterial kombiniert. Sie zeigt ein Stück Geschichte und wie der Widerstand Menschen verändert hat. Und sie stellt die Frage: Hat sich all das gelohnt?

Der Dokumentarfilm wurde im Februar 2013 in Berlin mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2012 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Trailer:

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16 Apr. 2013

Atomprotest anders: Mit Ponys auf dem Weg nach Grohnde. 2. Tag

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Bericht von Dirk Glowatz

Das Nachtquartier in Fredesloh war in der Alten Schule. Dort wurde uns ein netter Empfang von örtlichen Atomkraftgegner/innen bereitet. Zusammen gingen wir als kleine Demo durch den Ort und informierten Einheimische wie Touristen.

Fredelsloh

Der Montag war für Hrisla und Frekkna, die beiden Islandstuten, beschwerlich. Der spontane Wetterwechsel setzte den Beiden ganz schön zu, so dass auf die gelben Decken verzichtet wurde. Auf der schönen Strecke durch Lauenberg, Ellensen, Deitersen und Lenne gab es immer wieder interessierte Menschen und Gespräche über die Aktion. In der Ilme konnten sich die Ponys dann endlich abkühlen.

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In Eschershausen im Quartier angekommen hörte ich dann gleich: „Du hast ja heute gar nicht die Decken drauf.“, ganz ohne die Pferde gesehen zu haben. Ein Bekannter aus Dassel hatte uns morgens gesehen und in Eschershausen angerufen. Die kleine Aktion hat sich gut herumgesprochen.

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Morgen, am 16. April, geht es dann zum Atomkraftwerk Grohnde, wo für 16 Uhr eine Mahnwache angemeldet ist.

14 Apr. 2013

Atomprotest anders: Mit Ponys auf dem Weg nach Grohnde. 1. Tag

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Bericht von Dirk Glowatz

Nach dem Start in Sudershausen hatten einige Atomkraftgegner/innen den Rathausvorplatz in Nörten mit gelben Tonnen und Fahnen geschmückt. Nach kurzem Pressetermin wurden Pferde und Reiterin von einer kleinen Demo aus dem Ort begleitet.

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Der (sehr schöne) Tierpark Hardegsen war sehr gut besucht. Genauso hoch war das Interesse an der Aktion. Wir konnten viele Flyer und „Jod-Dragees“ verteilen und haben viele Gespräche geführt.

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Gegen 17 Uhr wurde dann Fredelsloh erreicht, auch hier wurden wir nett empfangen. Pferde wie Reiterin wurden gut untergebracht.
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13 Apr. 2013

Anti-AKW-Ponys auf dem Weg nach Grohnde

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Pressemeldung von Dirk Glowatz

Kurz vor dem Fukushimatag haben über zwanzigtausend Menschen das Atomkraftwerk Grohnde mit einer Aktions- und Menschenkette umzingelt. Diese Kette entsprach weitgehend dem Gebiet, welches bei einem Störfall evakuiert werden muss. An dieser Aktion haben wir mit unseren Pferden teilgenommen.

Jetzt reiten wir in diese potentielle Evakuierungszone. An drei Tagen soll die Strecke von unserem damaligen Streckenpunkt Nörten-Hardenberg bis nach Grohnde zurückgelegt werden. Der lange Weg endet kurz vor dem Jahrestag der Tschernobylkatastrophe am Atomkraftwerk.

ponysAuf dem Weg wollen wir die Menschen auf die Gefahren hinweisen, die von dem Reaktor ausgehen. Derzeit werden plutoniumhaltige MOX-Brennelemente im AKW Grohnde eingesetzt, welche im Fall einer Havarie kaum zu beherrschen sind, wie die Katastrophe in Fukushima zeigt. Und obwohl es auch ohne MOX in diesem Reaktor genug Pannen gibt soll er noch bis mindestens 2021 am Netz bleiben. Neben der permanenten Gefahr für die Bevölkerung ist hierdurch für weiteren atomaren Abfall gesorgt, für den es keine sinnvolle Lagerungsmöglichkeit gibt. Das Atomkraftwerk ist von Steuergeldern hoch subventioniert worden. Jetzt will die Betreiberfirma eon den maximalen Gewinn herausholen, ohne Rücksicht auf die Gefahren. Wo hin das führt hat uns der Betreiber des Atomkraftwerkes Fukushima Tepco genau gezeigt.

Download Flyer

Wir freuen uns über Unterstützung beim Start, dem Abschluss am AKW sowie bei den einzelnen Stationen:

Sonntag, 14. April 2013
Start um 11 Uhr am Rathaus Nörten-Hardenberg
ca.12:30 Uhr in Hardegsen Innenstadt / Tierpark
ca. 15 Uhr Fredelsloh

Montag, 15. April
Etappenziel ca. 15 Uhr Eschershausen

Dienstag, 16. April
ca. 16 Uhr: Atomkraftwerk Grohnde

9 Apr. 2013

Turnschuhe für die Göttinger Grünen

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Pressemeldung von Dirk Glowatz

Nach der Mahnwache am Montag, 8. April, zogen gegen 19 Uhr ca. dreißig motivierte Menschen mit rollenden gelben Tonnen zum Grünen Zentrum in Göttingen. Als Gastgeschenke gab es neben den Aktionsplakaten einige Turnschuhpaare. Diese sollten die Partei daran erinnern, dass beim Atomausstieg mehr Tempo notwendig ist.

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Nach der Atomkatastrophe in Fukushima hatte ein Sonderparteitag den Atom-Ausstieg deutlich vor 2022 beschlossen. Im Entwurf des aktuellen Wahlprogramms ist davon aber nichts mehr zu lesen. Die Anti-Atom-Initiative fordert den Kreisverband von Bündniss90/die Grünen auf, beim Bundesparteitag am 26. April konkrete Schritte für mehr Tempo beim Atomausstieg ins Wahlprogramm zu schreiben.

turnschuhe_hoLeider waren Trittin und Wenzel nicht zuturnschuhe_ni Hause, aber zumindest ein Mitglied des Kreisvorstandes konnte die Forderung – Offener Brief von .ausgestrahlt: Grünes Programm zur Bundestagswahl 2013: AKW schneller abschalten! entgegen nehmen. Um eine bleibende Erinnerung zu erreichen wurde das Grüne Zentrum attraktiv mit Plakaten und Turnschuhen in luftiger Höhe dekoriert.

 

Die kleine Demo zog dann weiter zum Hiroshimaplatz, um dort auf die abgebrochenen Äste der Fukushima-Gedenkkirsche aufmerksam zu machen. Am Baum wurden mutmaßlich über die Osterfeiertage von Unbekannten die zwei Hauptäste abgebrochen. Pressemeldung vom 6. April: Baumfrevel gegen Fukushima-Gedenkkirsche.

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Bilder: D.G. und U.E.

6 Apr. 2013

Baumfrevel gegen Fukushima-Gedenkkirsche

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Pressemitteilung von Christa Schwalbe und Ludwig Pape

kirschbaum1Die anlässlich der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf dem Platz vor dem Neuen Rathaus gepflanzte Japanische Kirsche wurde während der Ostertage 2013 zum Ziele eines Baumfrevels. Zwei der Hauptzweige des in Blütenknospen stehenden jungen Baumes wurden so weit abgebrochen, dass sie nur noch an schmalen Rindenfäden hingen; der dritte Zweig lag gänzlich abgerissen unter der Kirsche auf dem Boden.
In Japan wird in diesen Tagen die Kirsche, der Symbolbaum des Landes, erblühen und das Kirschblütenfest gefeiert.
 
Nachdem am Dienstagmittag der zu beklagende Zustand des Baumes von einem Mitglied der Anti-Atom-kirschbaum2Initiative Göttingen bemerkt worden war, versammelten sich am Abend mehrere Aktive der Gruppe an der Kirsche. Die beiden an den Rindenfäden hängenden Zweige wurden stark gekürzt wieder aufgerichtet, an den Bruchstellen umwickelt und anschließend mit Bandagen verstärkt. Da die Bruchstellen an den Zweigen bereits stark ausgetrocknet waren, sind die Chancen auf Wundheilung äußerst gering.
 
Am kommenden Montag wird nach der Fukushima-Mahnwache, die um 18.00 Uhr vor der Jacobikirche beginnt, ab 19.00 Uhr ein Gang zum Hiroshimaplatz stattfinden. Der gänzlich abgetrocknete Zweig und die beiden abgeschnittenen Knospenzweige werden in einer Vase unter dem verletzten Baum abgestellt. Wenn diese Zweige nicht gestört werden, können sie nach dem langen Winter dort erblühen. Trotz der schlimmen Verletzung besteht für die Japanische Kirsche die Aussicht, sich zu erholen.
 

Da der Baum mit Einwilligung der Stadt Göttingen und mit Unterstützung des FB Stadtgrün auf städtischem Gelände, dem Hiroshimaplatz, vor zwei Jahren gepflanzt wurde, wurde die Verwaltung der Stadt Göttingen von der brutalen Baumbeschädigung in Kenntnis gesetzt.

Bilder: C.W.