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21 Juni 2011

Sondermahnwache vor dem Grünen Zentrum am Donnerstag, den 23.6.

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Am Donnerstagabend (23.6.) will Fraktionschef Jürgen Trittin die Göttinger Grünen davon überzeugen, dass ein „Ja“ zu den Regierungsplänen, erst 2022 aus der Atomenergie auszusteigen,  richtig ist.  Die Parteispitze der Grünen hat diese Zustimmung bereits erteilt. Am Samstag soll ein Sonderparteitag der Grünen endgültig entscheiden.

Die örtlichen Anti-Atom-Initiativen fordern von den Göttinger Grünen dagegen ein „Nein“ und stattdessen einen sofortigen Atomausstieg. Wir werden vor und bei der öffentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag Präsenz zeigen.

Die Anti-Atom-Initiative Göttingen und das Göttinger
Anti-Atom-Plenum rufen zu einer Kundgebung auf

am Donnerstag, 23. Juni, 18 Uhr
vor dem Grünen Zentrum, Lange-Geismar-Straße 73

Um 19 Uhr beginnt im 3. Stock des Gebäudes die öffentliche Kreismitgliederversammlung der Grünen.

21 Juni 2011

Offener Brief an Jürgen Trittin

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Nicht in unserem Namen!

Herr Trittin,

ungeachtet der sich täglich ausweitenden Atomkatastrophe in Japan setzt die Bundesregierung weiter auf Atomkraft. Neun große Reaktoren sollen noch bis zu elf Jahre Strom und Atommüll produzieren. Allein die in dieser zusätzlichen Zeit verbrauchten Brennelemente werden rund 300 Castorbehälter füllen.

Sie wissen selbst, dass der angebliche Atomausstieg eine große Mogelpackung ist und die sechs vorgelegten Gesetze zur Energiewende völlig unzureichend sind. Neben viel zu langen AKW-Laufzeiten zementieren sie die Macht der großen Stromkonzerne und verhindern die notwendige Umkehr zu einer dezentralen Energieversorgung. Sie ermöglichen den Bau neuer Kohlekraftwerke und behindern die Entwicklung regenerativer Energieformen.

Sie wissen, dass auch diese Gesetze die Folgekosten und die Risiken der Atomkraft der Allgemeinheit und den künftigen Generationen aufbürden, während die Konzerne noch jahrelang fette Gewinne mit Atomkraft machen und sich zugleich ihre Dominanz auch bei der künftigen Energieversorgung sichern dürfen.

Umweltverbände und Organisationen aus der Anti-AKW-Bewegung haben die Grünen nachdrücklich aufgefordert, diese Gesetze abzulehnen. Sie, Herr Trittin, haben stattdessen im Leitantrag für den Sonderparteitag ihrer Partei empfohlen, den Atomplänen der schwarz-gelben Bundesregierung zuzustimmen.

Das kann nicht verwundern. Denn was die Regierung jetzt als Atomausstieg anpreist, entspricht weitgehend dem, was Sie, Herr Trittin, uns schon vor zehn Jahren als Ausstieg verkauft haben. Es war die rot-grüne Bundesregierung mit Ihnen als Umweltminister, die damals den AKW-Betreibern Reststrommengen zubilligte statt feste Abschaltdaten vorzugeben und die auf diese Weise die Stromverschiebe-Tricks der Industrie begünstigte. Es war Ihre Politik, die grade nicht zur Stilllegung einer nennenswerten Zahl von AKWs führte und mit einer Laufzeitverlängerung endete.

Sie und wir wissen: Die Gesetzesvorschläge der Regierung haben mit einem Atomausstieg nichts zu tun. Für diesen „Atomausstieg“ sind wir nicht jahrzehntelang auf die Straße gegangen. Wir haben nicht dafür demonstriert und blockiert, dass die Bedrohung durch Atomkraftwerke noch zehn bis elf Jahre weitergehen soll. Wir wollen eine Abschaltung der Atomkraftwerke jetzt und einen Atomausstieg, der diesen Namen auch verdient.

Herr Trittin, wir verlangen von Ihnen: Berufen Sie sich in Ihren Reden und taktischen Überlegungen nicht auf die Anti-AKW-Bewegung! Wenn sie troztdem den Gesetzen zustimmen oder es bleiben lassen: Sie handeln nicht in unserem Namen!

Anti-Atom-Initiative Göttingen und AntiAtomPlenum Göttingen


Pressemitteilung zur Übergabe des Offenen Briefes

Göttinger Anti-Atom-Gruppen haben am Montagabend „Offenen Brief“ an Jürgen Trittin abgebeben

Nach der Mahnwache gegen Atomenergie haben Göttinger Anti-Atom-Gruppen am Montagabend einen offenen Brief an Jürgen Trittin im Grünen Zentrum in der Langen-Geismar Str. abgegeben und die Fahne der Grünen mit dem Zusatz „Atomkraft jein, danke!“ ergänzt. Entsprechende Bilder mit Merkel und Trittin und „Atomkraft jein, danke!“ und Anti-Atom-Aufklebern verzierten sie den Eingang der Grünen. An der Mahnwache hatte 100 Menschen teilgenommen.

UPDATE:

Antwort von Jürgen Trittin auf den offenen Brief (PDF)

20 Juni 2011

Atomkraftgegner*innen decken Propaganda-Lügen im Grohnder AKW-(Des)-Info-Zentrum auf

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Pressemitteilung zur Aktion am (Des-)Informationszentrum am AKW-Grohnde der Pressegruppe der Anti-Atom-Initiative Göttingen

Kacheln vom Kühlturm des AKW Grohnde bröckeln ziemlich

Am Kühlturm bröckelt der Putz

Hameln. Zur Zeit decken AtomkraftgegnerInnen im Desinformationszentrum des AKW Grohnde bei Hameln Propaganda-Lügen des Betreibers E-On auf.
Wie die Göttinger Anti-Atom-Initiative mitteilte, stießen ein Duzend Anti-Atom-Aktivisten im Infozentrum des AKW Grohnde unter anderem auf die Lüge, Atomenergie würde kein CO2 freisetzten. Dabei ist besonders die Urananreicherung ein Stromfresser, Strom, der nicht CO2-frei zu haben ist.

Weiter wird in Info-Broschüren der E-ON-Kernkraft behauptet, die Brennelemente seien gasdicht verschlosssen. Dabei sind es gerade erst im März bei Brennstabschäden radioaktive Gase frei geworden.
Auch zum Sumpfsiebproblem, Katastrophenschutzpläne und den Gefahren durch MOX-Brennelemente, die bald wieder im AKW Grohnde eingesetzt werden sollen, ist in den Infobroschüren kein Wort zu lesen, beklagen die AtomkraftgegnerInnen und kündigen die Erstellung eigener Broschüren an.

Menschen im (Des)Infozentrum des AKW Grohnde sitzen am Tisch

AKW-Gegner*innen im (Des)Infozentrum des AKW Grohnde

 

Frau mit Transparent vor dem AKW Grohnde

Kinder haften für ihre Eltern

9 Juni 2011

E.on verschiebt Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf

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Nun hat E.on es auch gegenüber dem NDR bestätigt: Die für Pfingsten geplanten Revisionsarbeiten am AKW Brockdorf sollen auf auf Mittwoch, den 15. Juni verschoben werden. Angeblich weil es sonst zu Stromausfällen kommen könnte. Nee, is klar! Vielmehr dürften wohl die angekündigten Blockaden für diesen Aufschub verantwortlich sein. Denn aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass für das Pfingstwochende nur 2200 Polizisten für Blockade und Demo zur Verfügung gestanden hätten, wohl zu wenig um den Widerstand unter Kontrolle halten zu können.

Aufgrund dieser Ereignisse hat X-tausendmal quer angekündigt die Blockaden auf das darauf folgende Wochenende zu verschieben.

Die Reaktion von Block Brokdorf, will das Bündnis nach Beratung am Donnerstag auf seiner Website bekannt geben.

Die angekündigte Demonstration am Pfingstsonntag wird wie geplant stattfinden.

 

 

6 Juni 2011

Block Brokdorf – Vorbereitungstreffen

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Dieses Mal findet am 3. weltweiten Aktionstag am 11. Juni der Auftakt zur einer auf zunächst eine Woche angelegten Blockade des Atomkraftwerks Brokdorf statt (Infos: Block-Brokdorf.org ).

Die Anti-Atom-Initiative Göttingen organisiert Mitfahrgelegenheiten nach Brokdorf und ruft die Bevölkerung auf, ihre Entschlossenheit zur Beendigung diesen atomaren Wahnsinns auf die Zufahrtsstraße zu tragen und deshalb zum AAI-GÖ Vorbereitungstreffen am Mittwoch, den 8.6. um 19 Uhrbei ver.di in der Groner-Tor-Str. 32 zwecks konkreter Aufteilung zu kommen.

6 Juni 2011

AKW Brokdorf Blockade – 11. Juni

Posted by Dirk. No Comments

„Im Juni 2011 machten sich Tausende auf den Weg um dem Wahnsinn ein Ende zu machen. Erleben sie mit wie alles seinen Anfang nahm. block BROCKDORF“ entnommen vom Trailer aus dem Jahr 2041 über die bevorstehende einwöchige Blockade ab 11. Juni am AKW Brokdorf.

   

Aber, die Realität ist voraus; sie findet am 11. Juni 2011 in block BROCKDORF statt:

Die Absichtserklärung:

BLOCK BROKDORF
Stilllegung selber machen – sofort und alle!

Mitte Juni nehmen wir den Atomausstieg selbst in die Hand: Massenhaft werden wir das AKW Brokdorf blockieren. Wir glauben nicht an die Unterscheidung von “alten” und “neuen”, von “unsicheren” und “sicheren” AKWs. Unser gemeinsames Ziel ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke.

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18 Mai 2011

Offenes Singen Nr. 101, Thema Anti-Atom-Lieder

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101. Offenes Singen mit dem Thema Anti-Atom-Lieder.

Am Montag dem 6. Juni 20.15 Uhr

bei der Gesellschaft  für  bedrohte Völker, Geiststr. 7.

18 Mai 2011

Vortrag: Atommüll in Asse – (K)ein Lehrstück

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Vortrag mit Diskussion: Atommüll in Asse – (K)ein Lehrstück

Referent: Prof. Rolf Bertram

Zeit und Ort: Dienstag, 31.05.2011, 20 Uhr
ZHG 001, Platz der Göttinger Sieben

Inkompetenz und Schlamperei des früheren Betreibers sowie fehlerhafte
Inventarlisten prägen bis zur Stunde die Vorhaben und Maßnahmen zur Rückholung des Atommülls aus der Asse. Über Ort, Art und Aktivität der einzelnen Gebinde herrscht große Unsicherheit. Zusammen mit dem Atommüll sind riesige Mengen an toxischen Schwermetallen und organische Schadstoffe eingelagert. Auch stark strahlender Atommüll wurde inzwischen nachgewiesen. Eine belastbare Gefahrenabschätzung bei der Bergung der über 120 000 Fässer ist kaum möglich. Aus defekten Gebinden tritt Radioaktivität aus und verbreitet sich in den Einlagerungskammern und in der Grubenluft. Mit der Abluft gelangt ständig ein Teil der Radioaktivität in die Umwelt. Zurzeit wird ein oberirdisches Zwischenlager in Nähe der Schachtanlage geplant, in das der geborgene Atommüll verbracht werden soll.

Veranstaltet von:

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18 Mai 2011

Vortrag: Solare Zukunft in Deutschland – Eine Stadt schafft die Energiewende

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Vortrag mit Diskussion: „Solare Zukunft in Deutschland – Eine Stadt schafft die Energiewende“
am Dienstag, den 31. Mai 2011 um 19.30 Uhr

Ort: Nikolaikirche in Göttingen

Referent: Dipl.-Kfm. Hans Popp
Bürgermeister der Stadt Merkendorf in Franken

Veranstalter: IZNE (Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen)

Zum Vortrag:
Hans Popp hat seine Stadt und die umliegenden Dörfer innerhalb weniger Jahre auf vor Ort verfügbare erneuerbare Energiequellen umgestellt und die notwendige Infrastruktur, z.B. mehrere Nahwärmenetze geschaffen. Heute wird in der Stadt etwa doppelt soviel Strom produziert, als sie selbst benötigt und die Wärmeversorgung beruht zu einem großen Teil ebenfalls auf erneuerbaren Energien. Darüber hinaus wurde ein “Energiepark” errichtet, in dem mehrere Firmen Ausrüstungen für Erneuerbare-Energie Anlagen produzieren und der der Stadt eine Vervielfachung der Gewerbesteuereinnahmen beschert hat. Die wichtigste Energiequelle für diesen Aufbruch ist Herr Popp selbst: in ungewöhnlich authentischer und liebenswürdiger Weise gelingt es ihm, die Menschen seiner Umgebung zur Reise in die solare Zukunft ganz selbstverständlich einzuladen, über Netzwerke, Foren, Arbeitskreise, Schulungen aber auch ungewöhnliche Kampagnen. Denn nicht den Zwang zur Veränderung sieht er als die treibende Kraft an, sondern das Abenteuer Nachhaltigkeit, das Quelle von Lebensfreude ist. Lassen Sie sich von seinem Esprit und Engagement anstecken: Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam Hans Popps “Geheimnis des Gelingens” abzulauschen.

Der Vortrag findet im Rahmen der öffentlichen IZNE-Veranstaltungsreihe „Das Geheimnis des Gelingens“ statt.
In dieser werden regelmäßig gelungene Projekte vorgestellt, die deutlich machen, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit Erziehung und Bildung, eine Partnerschaft, eine Unternehmenskultur oder auch einfach nur Heilung gelingen kann. Die Projekte sind auch Beispiele wie unsere Lebenswelt in ihrer Komplexität, ihrer Vielfalt und ihrer Schönheit auch für unsere nachfolgenden Generationen erhalten werden kann.
Detailliertere Informationen zur Reihe unter www.izne.uni-goettingen.de .

Kontakt:
Prof. Dr. Hans Ruppert
Direktor des IZNE
hrupper@gwdg.de

Flyer zum Vortrag

17 Mai 2011

Atomkraft: Schluss! 28. Mai Demonstration

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Der Aufruf der in Göttingen und 20 weiteren deutschen Städten stattfindenden Demonstration von Anti-Atom-Demo: Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat erneut gezeigt: Atomkraft ist unbeherrschbar und birgt ein tägliches, tödliches Risiko. Hunderttausende gehen deshalb in diesen Monaten bundesweit auf die Straße und fordern entschieden den Atomausstieg. Die Bundesregierung aber will erst im Juni beschließen, welche Konsequenzen sie aus Tschernobyl und Fukushima zieht – offiziell auf Basis eines Sicherheitschecks aller AKW. Doch in Wahrheit wird der öffentliche Druck bestimmen, ob jetzt endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie ist, die acht derzeit abgeschalteten Reaktoren endgültig stillgelegt werden und die restlichen ihnen folgen.

Unsere Chance, den Ausstieg durchzusetzen, war noch nie so groß. Am 28. Mai finden, erstmals am gleichen Tag, Großdemonstrationen in etwa 20 Städten bundesweit statt. Wir wollen mit zigtausenden Menschen ein kraftvolles Signal an die Regierung senden. Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig! Die Zukunft liegt bei den Erneuerbaren Energien, gemeinsam mit Energieeffizienz und Energiesparen.

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