Der Bachelorstudiengang „Ökosystemmanagement“ bietet im Rahmen der Vorlesung B.ÖSM. 214: „Auswirkungen von Störungen in terrestrischen und aquatischen Ökosystemen“ von Frau Dr. Anne le Mellec
(Dienstags in MN 14) unter anderem diesen 2 stündigen Gastvortrag von Wolf Bertram an, die für alle Studierende öffentlich sind. Weiterführende Informationen Uni Göttingen.
Auch in Göttingen fanden am 29. Oktober Aktionen zum Castor-Aktionstag statt. Mit einem Infostand vor dem Göttinger Bahnhof wurden die Reisenden über den ansteheden Castortransport nach Gorleben aufgeklärt; andere Aktivisten waren in Bahnen unterwegs, um Reisende darüber zu informieren, dass sie auf einer Castorstrecke fahren.
Weitere Flyer informierten über eine Aktivistin, die zur Zeit ihre Strafe im Knast absitzt, da sie sich vor drei Jahren in Wörth angekettet und damit den Castor für 12 Stunden blockiert hat. Da ein weiteres Verfahren gegen sie läuft wg. einer Protestaktion gegen Gentechnik, soll sie ab Mitte November von Frankfurt nach Berlin verschubt¹ werden, da ihr – obwohl sie die Haft freiwillig angetreten hat – Fluchtgefahr unterstellt wird. Um die Richterin in Berlin dazu zu bringen, dass das Verfahren eingestellt oder mindestens verschoben wird, gibt es Protestpostkarten und -faxe, die auch verteilt wurden.
Insgesamt wurden mehr als 1000 Flugblätter verteilt, viele Gespräche geführt. Das Bahnmanagement hatte die Genehmigung des Infotisches auf dem Bahngelände verweigert, vorsorglich wurde ein Stellplatz im „öffentlichen Bereich“ beantragt. Die Bundes(Bahn)polizei wollte den AktivistInnen auch den streitig machen; da sie nicht einmal wussten, wie weit der Bahnbereich geht, haben sie darauf jedoch bis auf weiteres verzichtet. „Verbieten wollten sie uns, im Bahnhofsinnenbereich Flugblätter zu verteilen, aber da hatten wir den Urteilsspruch zu diesem Thema (Urteil zur Demonstrationsfreiheit gegen Abschiebungen im Flughafen Frankfurt) in der Hand und bestanden auf unserem Recht“, so eine Aktivistin. Mit den Worten: „Das müssen wir überprüfen“ verschwand die Polizei dann und ward nicht mehr gesehen.
Parallel zum Infostand vor dem Bahnhof wurden in ganz Göttingen neue Endlanger für Atommüll gesucht. An den geeigneten Stellen wurde probehalber ein erster Castor gelagert (siehe Fotos).
[1] „verschuben“ meint die Verlegung von einem Gefängnis zu einem anderen. Dieser umständliche Prozess über mehrere Zwischenstationen dauert mehrere Wochen, dabei darf nur ein kleiner Karton an persönlichen Gegenständen (inklusive Verteidigungsunterlagen) mitgeführt werden.
Der dreizehnte Castortransport ins Wendland naht. Das kommende Castor-Aktionstraining bietet die Möglichkeit, sich darauf vorzubeiten.
Dieses findet im Rahmen der Open-Uni findet in Kooperation mit Kurve Wustrow statt. Natürlich sind auch Nicht-Studierende herzlich dazu eingeladen.
Inhalte des Trainings sind:
Motivationen und Ziele
Umgang mit Befürchtungen und Ängsten
Bezugsgruppen als soziale Basis von Aktionen
Entscheidungsfindung in Bezugsgruppen und zwischen Bezugsgruppen (im Delegiertenplenum/SprecherInnen-Rat)
Blockadetechniken
einführende Rechtshilfe und Umgang mit Repression
Neben praktischer Informationsvermittlung ist es ein Hauptbestandteil, selbst verschiedene Situation auszuprobieren. Gerade für unerfahrene AktivistInnen bietet ein Training die Möglichkeit, andere kennenzulernen und Unsicherheiten abzubauen. Doch auch erfahrene AktivistInnen können von einer Auffrischung profitieren, denn jede Aktion ist anders. Und natürlich eignet sich das Training auch zur Vorbereitung für (Blockade-)Aktionen in anderen politischen Zusammenhängen.
Zeit: Sa. 12.11.2011, 12.00 — 18.00 Uhr Ort: VG 1.103, Platz der Göttinger Sieben 7
Einen Vortrag am Freitag 11.11.2011 veranstaltet das AntiAtomPlenum Göttingen im Rahmen von OpenUni mit Tobia Darge im Verfügungsgebäude 0.111 Uni-Göttingen.
Das AKW Grohnde bei Hameln liegt nur 70 km von Göttingen entfernt. Schon beim Bau wurde minderwertiger Stahl verwendet, heute gehört es zu den Atomkraftwerken mit den meisten Störfällen. Und mit dem angeblichen „Atomausstieg“ soll es nun noch länger am Netz bleiben als selbst von der rot-grünen Regierung 2001 beschlossen. Der Vortrag spannt den Bogen von den Anfängen des Widerstands gegen den Bau des AKWs vor mehr als 30 Jahren (mit der „Schlacht um Grohnde“) bis zu den gegenwärtigen Plänen der Betreiberfirma E.ON.
Die nächsten beiden Mahnwachen im Herbst sind jeweils um 18 Uhr. Am 07. November am Gänselliesel / Kornmarkt wird Schwerpunktthema Gorleben und der bevorstehende Castortransport sein.
Zum Castortransport hat zudem der Trägerkreis der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg e.V. nun den CASTOR-ALARM ausgerufen – weiterführende Informationen hier u. A. zur Castor Mobilierungsveranstaltung am 22. Oktober in Hannover.
Die darauf folgende Mahnwache findet am 5. Dezember auf dem Jacobi-Kirchhof statt.
Die Informationen bezüglich der Überwachung eines Journalisten des Stadtradios Göttingen durch den Niedersächsischen Verfassungsschutz stellen den Höhepunkt der katastrophalen Synergien von Göttinger Polizei und Verfassungsschutz dar. Letztere Behörde scheint völlig vergessen zu haben, was sie eigentlich schützen soll:
Integrale Bestandteile der niedersächsischen Landesverfassung sind die Grundrechte. Zu diesen gehören das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Pressefreiheit. Anstatt diese Rechtsgüter auftragsgemäß zu schützen erdreisten sich Verfassungsschutz und Polizei einen Journalisten bei seiner Arbeit zu überwachen. Weiterlesen… »
Nach einer Pause während der Sommerferien setzt die Anti-Atom-Initiative die Mahnwachen fort. Zwar werden wir nicht mehr jede Woche auf dem Markplatz sein, dennoch werden wir zu Beginn jeden Monats unsere Präsenz zeigen und somit deutlich machen, dass wir weiterhin für einen schnelleren Atomausstieg, als von der Bundesregierung beschlossen, eintreten.
Bürgerdialog vor Ort: Energietechnologien der Zukunft
Die Energieagentur Region Göttingen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein sich am 18. August an einem zwei- bis dreistündige Diskussionsforum über Chancen und mögliche Risiken von Zukunftstechnologien mitzudiskutieren und so einen Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu erreichen.
Dabei handelt es sich um eine von bis zu 24 bundesweit stattfindenden „Bürgerwerkstätten“ zur Zukunft der Energie.
Energieagentur Region Göttingen, Berliner Straße 2, 37073 Göttingen, VGH-Gebäude
Remember, nur das man nicht vergisst welche Folgen Tschernobyl hatte und weiterhin hat. Die Folgen von Fukushima werden um vielfaches schlimmer. Das Leid, das über Menschen kommt und schon kam, Schwangere die jetzt schon verstrahlt sind, ihre Kinder die noch im Bauch sind und die bevorstehende Geburt auf die Frauen und Männer hoffen, mit der ungewissen Angst.
Kein Allltag mit Japan bis abschalten! Lasst es uns tun, wir sind legitimiert. ABSCHALTEN! Erst hier und dann überall! Jetzt!
No Nuke – This video is about radiation and what it can do to the people affected. In Chernobyl, Russia, a huge facility dedicated to using radioactive materials exploded, and the survivors have experienced traumatic physical deformities. A lot of the babies in this video are the children of those affected by the radiation, as it carries on through generation to generation once one person is affected.
Auf Parteien darf man nur wenig hoffen, es ist unsere Verantwortung und sie liegt nicht in der Hand von einer Kaste die meint sie wären Erwählte zu entscheiden was 44.000 Generationen lang mit Atommüll geschieht. Jetzt abschalten!
Am Montag, den 11. Juli findet um 18 Uhr am Göttinger Gänseliesel die 17. und letzte Mahnwache vor der Sommerpause statt.
Neben dem aktuellen Stand zu Fukushima und der Schweigeminute für die Opfer der Reaktorkatastrophe spricht auf der Mahnwache Ingo Voges vom Göttinger Energiewendekomitee zur Demokratisierung der Energieversorgung. Das Energiewendekomitee ermutigt alle Göttinger BürgerInnen zum Stromwechsel zu Ökostromanbietern. Außerdem wird auf der Mahnwache die Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) erläutert und es wird einen Ausblick auf Anti-Atom-Aktionen im Herbst geben.
Die nächste Mahnwache nach der Sommerpause findet am Montag, 22. August 2011 um 18 Uhr am Göttinger Gänseliesel statt.