10 Nov 2014

Ausstellung „Hibakusha Weltweit“ in der Galerie Alte Feuerwache

Posted by Dirk

16. November 2014 11:30bis30. November 2014 13:00
Die Göttinger Gruppe der IPPNW zeigt vom 16. – 30. November 2014 die Ausstellung „Hibakusha Weltweit“ in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4 in Göttingen.
Die Ausstellungseröffnung ist am 16.11.14 um 11.30 Uhr, die Öffnungszeiten Mo-Fr 10-12 Uhr und 15-18 Uhr und So 11-13 Uhr.

Über die Ausstellung

Im Japanischen werden die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki „Hibakusha“ genannt. Viele von ihnen setzen sich für eine Welt frei von atomarer Bedrohung ein – meist, indem sie den jüngeren Generationen ihre Geschichte erzählen. Überall auf der Welt folgen andere mutige Menschen ihrem Beispiel. Als Ärztinnen und Ärzte sehen wir uns in der Pflicht, über die Zusammenhänge der zivilen und militärischen Atomindustrie und über die gesundheitlichen Gefahren von Radioaktivität aufzuklären. Daher diese Ausstellung mit Orten, an denen sich ihre katastrophalen Folgen für Umwelt und Gesundheit zeigen. Präsentiert wird dabei nur eine kleine Auswahl an exemplarischen Orten. Neben den vorgestellten Fallbeispielen existieren weltweit leider noch zahlreiche weitere Orte, die ebenso einen Platz in dieser Ausstellung verdient hätten. Die Plakate sollen das Problem illustrieren, Zusammenhänge aufzeigen und dazu anregen die Mär von der „sicheren und sauberen Atomenergie“ zu hinterfragen.

Hibakusha

Mit dem japanischen Begriff „Hibakusha“ sollen die betroffenen Menschen nicht in eine Opferrolle gedrängt werden, sondern vielmehr betont werden, dass sie die Überlebenden sind – diejenigen also, die als Zeitzeugen jüngeren Generationen über ihr Schicksal berichten können, damit sich die schreckliche Geschichte nicht wiederholt.

Während des Kalten Krieges wurde der Begriff „Hibakusha“ erweitert und internationalisiert, um auch die Betroffenen der Atomwaffentests im Pazifik, in Nevada, Semipalatinsk und an anderen Testarealen weltweit einzubeziehen. Japanische Hibakusha haben sich aktiv darum bemüht, internationale Kontakte mit anderen Gruppen zu knüpfen – sei es auf den Marschallinseln, in Kasachstan, Russland, den USA oder Französisch-Polynesien. Sie eint das gemeinsame Credo: „No more Hibakusha – Keine weiteren Hibakusha!“

Zwei Seiten einer Medaille

Nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 bekam der Begriff in Japan eine neue Bedeutung: Nun nannten sich auch die Betroffenen der Atomkatastrophe von Fukushima so.

(Quelle: IPPNW)

Feuerwache1

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